Aktuelles / Notizen

25.10.2023

Ein Buch über die Bildung


Am 1. Oktober 2022 erschien mein Buch über Bildung im Berner hep Verlag

Im Schulhaus ist das Klassenzimmer. Draussen ist die Welt. Unbedingt muss die Lehrperson ein Fenster öffnen zu dieser Welt. Was braucht es dafür?

Christian Amsler diskutiert aktuelle Aspekte des Schweizer Schulwesens. Aufbauend auf seinen Erfahrungen als Lehrer, Schulleiter, Bildungspolitiker und Vater versammelt er Überlegungen zu Themen wie Lesen, Digitalisierung, dem Verhältnis von Schule und Religion und nicht zuletzt dem Lehrplan 21. Ein buntes, anregendes, engagiertes und durchaus auch kritisches Buch für Schulleitende, Lehrerinnen und Lehrer, für Eltern, für Bildungspolitikerinnen und –politiker oder für Studierende der Pädagogischen Hochschulen.

Link zur Vorschau hep Verlag

Herr Amsler, zum Thema «Schweizer Schulsystem» gibt es bereits unzählige Bücher. Inwiefern ist Ihr Buch anders?
«Ich wollte kein Fachbuch schreiben. Das überlasse ich gerne der Erziehungswissenschaft und den zahlreichen Forschungsstellen der Unis und Fachhochschulen. Ich wollte ein Skizzenbuch schreiben, Bildungsfragmente aneinanderreihen, Erlebnisse wiedergeben, ein persönliches Puzzle aus Einzelteilen zusammenfügen. Darum habe ich es ganz schlicht ‹Ein Buch über die Bildung› betitelt und bewusst aber auch den Untertitel gesetzt: ‹Warum Schulen ein Fenster zur Welt öffnen sollten›.»

> Hier kannst du einen Blick ins Buch werfen!

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Inhaltsverzeichnis

Der Autor

SL Christian Amsler Foto: René Seitz, 2021

Christian Amsler (* 1963) war von 2010 bis Ende 2020 als Regierungsrat und Vorsteher des Erziehungsdepartements des Kantons Schaffhausen für die Bereiche Bildung, Jugend, Familie, Sport, Kultur und Aussenbeziehungen zuständig. Der erfahrene Bildungspolitiker ist mit einer Lehrerin verheiratet, Vater von drei erwachsenen Kindern, zweifacher Grossvater und präsidierte bis Ende 2016 die Erziehungsdirektoren-Konferenz der Deutschschweiz (D-EDK). Damit war er auch Schirmherr des Lehrplans 21. 2014 und 2018 war er Regierungspräsident und stand 2018 der Internationalen Bodenseekonferenz IBK vor.

Vor seiner Wahl in den Schaffhauser Regierungsrat im Jahr 2009 war der ausgebildete Pädagoge und Schulleiter Gemeindepräsident seiner Wohngemeinde Stetten SH, Fraktionschef im Schaffhauser Kantonsrat und hauptberuflich als Prorektor der Pädagogischen Hochschule Schaffhausen (PHSH) tätig. Aktuell arbeitet Christian Amsler als Schulleiter im Zürcher Weinland und amtet daneben als Stiftungsratspräsident der Milton Ray Hartmann-Stiftung zur Förderung der Kultur-, Dokumentar- und Unterrichtsmedien sowie als Stiftungsrat der Stiftung Dialog Campus Demokratie. Zudem präsidiert er das Musik-Collegium Schaffhausen.

Christian Amsler
Ein Buch über die Bildung
Warum Schulen ein Fenster zur Welt öffnen sollten

ISBN Print: 978-3-0355-2168-9
ISBN E-Book: 978-3-0355-2169-6

Illustrationen: Florian Amsler
Fotos: Christian Amsler (Momentaufnahmen von diversen Schulbesuchen)
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.
1. Auflage 2022
Alle Rechte vorbehalten
© 2022 hep Verlag AG, Bern
hep-verlag.ch

ein paar buecher

Rezension Schaffhauser Nachrichten, Samstag, 12. November 2022 von Karl Hotz

Damit die Schule Freude macht
Da schreibt jemand, dem eine gute Bildung in einem guten Umfeld ein Herzensanliegen ist. So könnte man ein Buch von alt Regierungsrat Christian Amsler zusammenfassen.

SCHAFFHAUSEN. In seinem Berufsleben hat sich der ehemalige Schaffhauser ­Erziehungsdirektor Christian Amsler stets mit der Bildung befasst. Nun hat er zu diesem Thema ein Buch mit dem ­Titel «Ein Buch über die Bildung» verfasst. Vom ersten bis zum letzten Buchstaben merkt man, dass Amsler die Arbeit im Bildungsbereich fasziniert und er sie liebt. Er kann aus einer so grossen Fülle an Erfahrungen auf allen Stufen schöpfen, dass der etwas simpel anmutende Buchtitel fast logisch ist – jeder andere hätte nur einen Teilbereich abdecken können. Und genau das wollte Amsler gerade nicht.

Entsprechend breit ist auch der Inhalt. Er reicht vom Lob des Lesens als Grundlage jeder Bildung über Religion und Digitalisierung bis zum Lehrplan 21 und der Funktion der Erziehungsdirektorenkonferenz, der Amsler zeitweilig vorstand. Natürlich ist bei dieser Breite der Materie manchmal ein sachlich-­trockener Stil nicht zu vermeiden, doch Amsler wartet auch immer wieder mit Reminiszenzen aus seinem Berufsleben auf, die dem Text die nötige Lebendigkeit geben.

Kommunikation ist alles
Angesichts der Breite des Stoffes muss man einige wenige Themen herausgreifen, um zu zeigen, was Amsler bewegt. Nur schon wegen des Umfangs der entsprechenden Kapitel stechen dabei die Kommunikation und der Lehrplan 21 heraus. Kommunikation ist für Amsler deshalb besonders wichtig, weil er überzeugt ist, dass Schulleiter und Lehrkräfte in einem viel komplizierteren Umfeld arbeiten als früher und sowohl mit Schülerinnen und Schülern wie auch mit Schulbehörden, Eltern, politischen Parteien und einer kritischen ­Öffentlichkeit – die Aufzählung ist nicht abschliessend – klar kommen müssen. Leider, so Amslers Eindruck, sei die ­Öffentlichkeitsarbeit an vielen Schulen noch ein Stiefkind. Mit einer Fülle von Ideen und Vorschlägen versucht er, aufzuzeigen, was man machen könnte und müsste. Die geballte Ladung könnte ­allerdings für eine Schule, die das Thema neu aufgreifen möchte, fast ein wenig abschreckend wirken – «wie sollen wir das alles meistern?», wäre eine mögliche Reaktion.

Geschichte eines Lehrplans
Ebenso detailliert und verästelt ist das Kapitel über den Lehrplan 21, den Amsler massgebend mitgestaltet hat. Man merkt ihm an, wie viel Amsler ­daran liegt, dieses zum Teil lautstark kritisierte Werk zu erklären und damit zu verteidigen. Fast akribisch zeigt er auf, wie lange und sorgfältig dieser Lehrplan ausgearbeitet wurde und wie dabei kritische Einwände nach Möglichkeit immer wieder berücksichtigt wurden. Zudem hebt er immer wieder hervor, wie wichtig in der föderalistischen Schweiz, die ihm am Herzen liegt, die gut strukturierte Zusammenarbeit der Kantone ist – das aber immer zum Wohle der Schülerinnen und Schüler. Das tönt jetzt alles ein wenig trocken – ist es aber nicht. Dass das Buch im Gegenteil sehr lebendig ist, liegt auch daran, dass man merkt, wie sehr Amsler alles fördern möchte, damit Kinder sich in der Schule wohlfühlen und motiviert sind. In diesem Sinne ist das Buch eine Fundgrube, die in vielerlei Bereichen immer wieder Denkanstösse gibt. Es ist darum nicht nur für Lehrpersonen interessant, sondern für alle, denen unser Bildungswesen wichtig ist.

Christian Amsler: «Ein Buch über die Bildung. Warum Schulen ein Fenster zur Welt öffnen sollten.» Illustrationen: Florian Amsler. Hep-Verlag, Bern, 2022. 195 S., Fr. 41.–.

Rezension SHN Karl Hotz

Zeitschrift "fokus" hep-verlag Ausgabe 3/2022 Seiten 20 und 21

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> Artikel in der Schaffhauser AZ zum neuen Buch

Interview mit Co-Chefredaktorin Nora Leutert

bild buch amsler az

Bild: Robin Kohler, Schaffhauser AZ, 17.11.2022