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Ausflug 2026 auf den Hohen Kasten

Der Hohe Kasten mit herrlichem Blick ins St.Galler Rheintal - St.Galler Rheintal? Vielleicht staunen da vielleicht die einen! Aber der Hohe Kasten ist tatsächlich kein Appenzeller Berg. Der Gipfel mitsamt den Gastronomiegebäuden steht auf dem Boden der Stadt Altstätten und somit auf dem Gebiet des St.Galler Rheintals. So gilt der Hohe Kasten vielen Altstättern als Hausberg.
Das St. Galler Rheintal profiliert sich als hervorragender Wirtschaftsstandort und gehört zu den am höchsten industrialisierten Regionen Europas. Die gute Verkehrslage, das Qualitätsbewusstsein und das Know how der Region haben zu einer Konzentration von zahlreichen Firmen im Bereich High Tech und High Quality geführt, was denn auch dazu führt, dass das St.Galler Rheintal als das Silicon Valley der Schweiz bezeichnet wird.
Neben den wichtigen und weltweit tätigen Industrieunternehmen besitzt das St.Galler Rheintal mit dem Drehrestaurant auf dem Hohen Kasten ein bekanntes touristisches Aushängeschild.

Seilbahn Brülisau-Hoher Kasten
Im Oktober 1957 reichten die Initianten für eine Schwebebahn von Brülisau auf den Hohen Kasten ihr Konzessionsgesuch ein.
Ein erstes Gesuch hatte man bereits vier Jahre vorher deponiert, zugunsten der Ebenalpbahn aber wieder zurückgezogen. Mit dem neuen Gesuch kamen die Initianten dem Projekt einer Seilbahn aus dem Rheintal zuvor. Begleitet von heftigen Diskussionen zwischen Anhängern der beiden Projekte erteilte das Eidg. Post- und Eisenbahndepartement am 11. März 1960 den Appenzellern die Konzession.
Der Gipfel des Hohen Kastens sowie der oberste Teil der Fahrstrecke gehört der Alpgenossenschaft Oberkamor. Diese erklärte sich solidarisch mit dem Rheintaler Projekt und verweigerte das Baurecht sowie das Durchleitungsrecht für die Seilbahn. Die Innerrhoder änderten an der Landsgemeinde 1961 kurzerhand das Enteignungsgesetz. Die Alpgenossen reagierten mit einer staatsrechtlichen Beschwerde, welche vom Bundesgericht jedoch abgelehnt wurde.
Hierauf einigten sich die Bahninitianten mit den Alpgenossen rasch über eine finanzielle Entschädigung, welche in der Folge ihren Widerstand aufgaben. Nun stand dem Projekt nichts mehr im Wege. Bereits im Oktober 1962 begannen die Bauarbeiten auf dem Gipfel. Die neue Seilbahn wurde am 11. August 1964 feierlich eingeweiht und wird also bald 62 Jahre alt.

Gipfelgastronomie auf dem Hohen Kasten
Bereits im 18. Jahrhundert wurde der Hohe Kasten mit einem Weg von Brülisau herauf erschlossen. 1847 errichtete ein gewisser Zellweger aus Trogen eine einfache Steinhütte mit Bretterdach, wo fortan die Berggänger mit Kaffee, Kirsch und Zuckerwasser bewirtet wurden. Als die Alpgenossen vom Oberkamor als Grundbesitzer dies wahrnahmen, «fuhren sie den Zellwegerli nicht gar fein an», einigten sich aber rasch, nachdem dieser einen Taler Zins anerbot.
1850 übernahm Jakob Dörig, der erste Säntiswirt, das Objekt und baute eine Schutzhütte mit Stube, Küche und Heulager für acht Personen, welche 1869 durch ein neues Häuschen ersetzt wurde. 1891/92 entstand das stattliche Berggasthaus, welches 1964 zur Eröffnung der Seilbahn mit einem neuen Anbau ergänzt wurde. Beide Gebäudeteile mussten wegen Baufälligkeit im Frühjahr 2007 einem Neubau weichen.
An genau der selben Stelle wurde am 1. Mai 2008 das neue Drehrestaurant eröffnet. Als weitere Attraktion entstand 2015 der neue Europa-Rundweg.
Auf jeden Fall lohnt sich ein Ausflug auf den Aussichtsberg Hoher Kasten im St.Galler Rheintal, auf 1795 m ü.M!
www.hoherkasten.ch
