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25.05.2016

Schaffhauser Jazzfestival


2016

27. Schaffhauser Jazzfestival  25. - 28. Mai 2016 / Programm: Kulturzentrum Kammgarn

Mittwoch 25.5.2016

20.15 Uhr Kappeler/Zumthor

Vera Kappeler harmonium, Peter Conradin Zumthor dr

Vera Kappeler und Peter Conradin Zumthor präsentieren ein gänzlich neues Programm und tun dies in neuer Besetzung. Ein grosses Harmonium tritt anstelle des Klaviers. Das Harmonium, ein kleines mechanisches Wunderwerk aus dem Jahre 1906, mit Registern vom 16-Fuss Subbass bis zur 4-Fuss Flöte, Tremolant und Knieschweller, bietet eine grosse und geheimnisvolle klangliche Vielfalt. Eine Klangwelt, die zu Kappeler/Zumthor’s Vorstellungen von Musik passt. In der selten gehörten Duobesetzung Harmonium und Schlagzeug entsteht eine Musik, die sich den gängigen Stilbezeichnungen entzieht und die hier zu beschreiben Mühe bereitet.

www.kappelerzumthor.ch 

21.30 Uhr Marena Whitcher’s Shady Midnight Orchestra

Marena Whitcher comp., voc, git, glassharp, Lisa Hasler voc, toys, Marina Sobyanina voc, toys, Nils Fischer bcl, ss, Luzius Schuler p, Maximilian Grossenbacher b, Nicolas Stocker dr, perc

Die Zürcher Sängerin, Multiinstrumentalistin, Komponistin und Performerin Marena Whitcher hat einen Hang zum Spuk. Ihre Musik trägt diese gespenstische Mitternachtsstimmung in sich, zwischen Leben und Tod, Trauer und Euphorie, Qual und Lust. Die 25-Jährige tänzelt durch alle denkbaren und undenkbaren Stimmregister. Das ist exzentrisch, theatralisch und von einer fantastischen Masslosigkeit. Dann wieder taucht sie ein in tiefste Melancholie. Die Mittel mit denen sie alldas hervorruft sind Stimme, Bassklarinette, Klavier und allerlei Kuriositäten, etwa eine Musikdose, ein kaputtes Diktiergerät oder eine Glasharfe. Das ist poetischer Jazz, es ist aber auch avantgardistischer Pop – Musik, mit der Marena Whitcher zum absoluten Geheimtipp geworden ist. Vielleicht ist sie tatsächlich ein Teufelsweib.

www.shadymidnightorchestra.com 

Donnerstag 26. 5. 2016 Ein Abend, zum 75. Geburtstag von Irène Schweizer

19.30 Uhr «Irène Schweizer’s Choice» Domenic Landolf Trio

Domenic Landolf sax/bcl, Patrice Moret b, Dejan Terzic dr

Domenic Landolf ist ein Octopus im Federkleid. Seine Musik weht als leichte Brise heran und zieht dann kraftvoll in die Tiefe wie ein Malstrom. Landolf und seine Mitmusiker gehören nicht zur Art der grossspurigen Jazzcowboys, die mit dem Tür-Knauf in der Hand gleich die ganze Hütte niederreissen um dem verschreckten Federvieh ihre technische Brillanz, die sie zweifelsohne besitzen, um die grünen Ohren zu hauen. Jedes Eintauchen in ihr aktuelles Album „New Brighton“ eröffnet dem Hörer neue Facetten, es ist als stünde er vor einem Bild Pieter Brueghels. Man mag an eine Spieluhr denken, aber an eine mit Fusionsantrieb, eine handgemachte. Es gibt Tenorsaxophonisten, deren Klänge etwas Tröstliches ausstrahlen wie ein golden schimmernder Moorweiher im Wald. Man könnte hier grosse Namen als Vergleich heranziehen, Domenic Landolf hat eine solche Stimme.

http://www.domeniclandolf.com 

20.30 Uhr «Irène Schweizer’s Wish» Joëlle Léandre Solo

Joëlle Léandre b

Irène Schweizer wünscht sich als Geburtstagsgeschenk ein Solokonzert der französischen Ausnahmebassistin Joëlle Léandre, eine ihrer langjährigen Wegbegleiterinnen. Ein Wunsch, den das Schaffhauser Jazzfestival Irène gerne erfüllt. Als Vagabundin, als Nomadin auf vier Saiten beschreibt Barbara Basting Léandre treffend. Eine Goldgräberin sei sie, im weiten Feld von Ton, Klang und Geräusch. Mit der impulsiven und ausdruckstarken Performerin wird jedes Konzert zum überraschenden Erlebnis.

www.joelle-leandre.com 

21.15 Uhr Irène Schweizer Solo

Irène Schweizer p

Diese Künstlerin ist so impulsiv wie nüchtern, so bestimmt wie bescheiden. Während ihrer langen Karriere hat sie uns schon in den verschiedensten Formaten überzeugt: im Trio Les Diaboliques mit Joëlle Léandre und Maggie Nicols, im Zwiegespräch mit den Schlagzeugern Louis Moholo, Han Bennink, Pierre Favre, Günter Baby Sommer oder Andrew Cyrille, in den Quartetten von Oliver Lake oder Jürg Wickihalder, in den Grossformationen von Barry Guys London Jazz Composers Orchestra,..., vor allem und immer wieder aber als Solistin. Stets war die gebürtige Schaffhauserin, die seit 1963 in Zürich lebt, eine musikalische Weltbürgerin. (Manfred Papst) Und so soll sie in Schaffhausen gefeiert werden.

http://www.intaktrec.ch/schweizer-a.htm 

Freitag 27. 5. 2016

20.15 Uhr Lucia Cadotsch „Speak Low“

Lucia Cadotsch voc, Otis Sandsjö ts, Petter Eldh b

„Speak Low“ ist die neue Working Band der Zürcher Wahlberlinerin Lucia Cadotsch. Sie singt mit Petter Eldh am Kontrabass und Otis Sandsjö am Tenor und präsentiert eine berückend schöne Sammlung von modern Traditionals, wie Gloomy Sunday, Strange Fruit und Moon River. Musikalische Versionen, die unverkennbar den Stempel Berlin 2016 tragen: Live, minimalistisch, symphonisch! Raw like Ceviche! Analog ist das neue Berghain!

Das besondere an diesem Trio ist, dass es weder ein Rhythmus- noch ein Harmonie-Instrument gibt. Aber wer denkt, die drei seien damit in ihrem Ausdruck limitiert, der irrt. Sie haben alles, was sie brauchen, um diese wunderschönen Songs auf ihre ureigenste, aufwühlende, sehr heutige Art zu interpretieren. Und Lucia Cadotsch singt frei, direkt und stolz, ihre Stimme ein Instrument und sie eine Erzählerin.

http://www.luciacadotsch.com

 

21.15 Uhr Luzia von Wyl Ensemble

Luzia von Wyl, p, comp., Nicola Katz cla, Lukas Roos bcl, Simon Heggendorn, viol, Jonas Iten cello, André Pousaz b, Raphael Christen marimba, Lionel Friedli dr, Roman Glaser flu, tba fag

Erst gerade sorgte Das Luzia von Wyl ensemble mit seinem Debut Album «Frost» für internationale Aufmerksamkeit, nun hat es bereits wieder neue Musik im Gepäck. Mit viel Humor und zuweilen auch bitterem Ernst spielt die hochkarätige Besetzung die Musik der Luzerner Komponistin Luzia von Wyl, die mit ihrer Tonsprache die Grenzen des Jazz ganz neu definiert - und die auch gleich selber am Flügel den Ton angibt. Eine Lady und neun Herren: Grosses Kino für die Ohren!

www.luziavonwylensemble.com 

22.30 Lisette Spinnler Quartett

Lisette Spinnler voc, comp., Stefan Aeby p, Patrice Moret b, Michael Stulz dr

Ob mit oder ohne Worte, im melodiösen Song oder lautmalerisch, Kind, Tier oder Trompete imitierend, lallend, trällernd, einlullend, ächzend, stöhnend, sanft, wehmütig, ausgelassen, frivol, herausfordernd, mitleidig, fröhlich verspielt, laut oder leise, augenzwinkernd – ihre Ausdrucksmöglichkeiten scheinen unendlich. Mit ihrem Instrument, der menschlichen, der weiblichen Stimme, mit ihrer ganzen Performance ist Lisette Spinnler stets Part of the game, the sound. Die Sängerin präsentiert mit ihrem Quartett neue Kompositionen – und bekannte neu. Mit ins Boot geholt hat sie drei phänomenale Musiker und Meister der Jazz-Improvisation.

http://www.lisettespinnler.com

 

Samstag. 28. 5. 2016

20.15 Uhr Claire Huguenin - JIBCAE

Claire Huguenin voc, comp., Fabio Pinto g, Julie Campiche Harfe, Jeremias Keller b

Jibcae ist das intime, verletzliche Gesicht einer Westschweizer Sängerin, die bekannt ist für ihre inspirierenden Kollaborationen mit zahlreichen Künstlern. Claire Huguenin entfesselt ihre Stimme aus dem Innern. Bald kommt sie als zartes Flüstern daher, bald als hemmungsloser Gesang. Claire dringt mit ihrem Organ in die Tiefe ihrer Stimmungen und Gefühle. Zerbrechlich und zugleich machtvoll verschmilzt sie verschiedene Musikstile, zieht vom Jazz zum Cabaret und besucht auf ihrem Weg auch folklorische Klänge. Der Dialog zwischen Fabio Pinto, Julie Campiche an der Harfe und Jeremias Keller am Bass nimmt diese intensive, fast schwindelerregende Entblössung auf.

www.jibcae.com 

 21.15 Uhr Marie Krüttli Trio

Marie Krüttli p, com, Martin Perret dr, Lukas Traxel b

Marie Krüttli ist eine junge Pianistin und Komponistin aus St. Imier im Berner Jura. In ihren Kompositionen untersucht sie komplexe Harmonie und raffinierte Rhythmik. Die Kompositionen sind inspiriert von Pianisten des modernen Jazz wie Tigran Hamasyan, Craig Taborn, Aaron Parks oder Brad Mehldau. Aber auch Strawinsky, Debussy und Ravel haben  Krüttli’s eigenständige Musiksprache, welche Hörerinnen und Hörer nach wenigen Tönen in ihren Bann zieht, geprägt. Eine wahre Entdeckung. 

www.mariekruttli.com 

22.30 Uhr Sarah Buechi - Shadow Garden

Sarah Buechi voc, comp., Lionel Friedli dr, Stefan Aeby p, André Pousaz b

Weit entfernt von den historischen Standards des Jazzgesangs und geprägt von Einflüssen aus allen Himmelsrichtungen ist dies unzweifelhaft Musik, wie sie so nur im Umkreis des Jazz gedeihen kann. Jazz freilich begriffen als ein offenes Feld von Möglichkeiten und eine Musik mit Improvisationscharakter. Wenn man sich einige der Stationen von Sarah Buechi vergegenwärtigt kommt man ins Staunen darüber, wie es ihr gelingt, das enorme Ausmaß an Erfahrung in etwas Eigenes zu transformieren und etwas Ganzheitliches daraus entstehen zu lassen.

http://www.sarahbuechi.com

 

Tickets / Reservation

E-Mail: info@jazzfestival.ch

Festivalpass: Fr. 125.- Tickets: Fr. 46.-/30.- (Legi)

Vorverkauf: (ab 11. April) Musikhaus Saitensprung, Unterstadt 27, Schaffhausen - Starticket: www.starticket.ch

Info Internet: www.jazzfestival.ch

Facebook: www.facebook.com/Schaffhauser.Jazzfestival

Twitter: SHJazzfestival

Telefon: +41 (0)52 533 26 72

Programm: Haberhaus Bühne

Zusammenarbeit mit LIVE Musikveranstaltungen

Freitag/Samstag 27.-28. 5. 2016

20.30 Uhr Scherrer/Brodbeck/Gisler/Strüby

Andy Scherrer ts, Jean-Paul Brodbeck p, Fabian Gisler b, Claudio Strüby dr

Vier hochkarätige Musikerkollegen fanden kürzlich spontan zu einem Konzert im Basler Club Bird`s Eye zusammen. Zwar haben diese bekannten Musiker schon öfters in verschiedenen Formationen und Kombinationen zusammen gespielt, doch noch nie alle in der gleichen Band. Die prickelnde Premiere war der mitreissende und fruchtbare Beweis dafür, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile. Die Band um den Saxophonisten Andy Scherrer erarbeitete ein Repertoire für eine Albumproduktion anlässlich des siebzigsten Geburtstages des Bandleaders bestehend aus eigenen Stücken und aus Kompositionen von Clifford Jordan und Cedar Walton. 

Türöffnung 20.00 Uhr

Eintritt pro Abend Fr. 20.- /  15.- (Legi)

Programm: TapTab Musikraum

Zusammenarbeit mit TapTab

Freitag 27. 5. 2016

Türöffnung ab 22 Uhr - DJ Duck Lover vor und nach der Live-Show

23.00 Uhr Vsitor

Lea Maria Fries voc, drumpad, keys,
David Koch g, keys, voc, Valentin Liechti dr, voc

„Vsitor, eine Band zum Entdecken. Das in Berlin lebende Schweizer Duo spielt und singt sterbensschöne Popsongs. Glockenhafte Melodien fliessen auf technoider Breitleinwand, fallen in tiefe Löcher und erstehen zum Summen einer mikroskopischen Homemade-Elektronik wieder auf.“

http://www.vsitor.com 

Freitag 27. 5. 2016

Türöffnung ab 22 Uhr - DJ Duck Lover vor und nach der Live-Show

23.00 Uhr OY

Joy Frempong lead voc, keys, fx, Lleluja ha, dr, Jan Stehle sound designer, Thomas Leblanc vidéo & light tech

Oy ist das elektronische, ureigene Universum der Sängerin und Musikerin Joy Frempong. Sie kombiniert ihren warmen, wendigen Gesang mit allerlei elektronischen Sounds und Samples . Vom Club-Beat zum Spielzeug-Klang, von Afro-Essenzen und hypnotischen Trommelschlägen über wunderlich funkelnde Popmelodien. Space Diaspora heisst das neue Werk des Duos Diesmal führte OYs Reise ins Weltall: Zufällig in die Zukunft katapultiert, landen OY auf einem von ehemaligen Erdlingen bewohnten Planeten mit dem Namen Space Diaspora. OY entdecken dort fremde Sitten, politische Praktiken, unbekannte Künste sowie ungehörte Klänge. OYs eigen- sinnige Melodien und Joy Frempongs hervorragende Stimme. 

https://www.oy-music.com

Eintritt pro Abend Fr. 20.- /  15.- (Legi)                                                                                                                                                             

13. Schaffhauser Jazzgespräche 2016

Zusammenarbeit mit Hochschule Luzern – Musik, Zürcher Hochschule der Künste, Pro Helvetia und Schweizer Musik Syndikat SMS

Samstag, 28. Mai 2016, 13:00 –18:00, Eintritt frei, Hotel Rüden

Jazz ist die generationenübergreifende Musik. Fürs Publikum sowieso, aber auch für die Akteurinnen und Akteure auf den Bühnen. Wie profitieren die Jungen von den Alten und was können die Reifen von den Jungen lernen? Wie altert man im Jazz? Was fehlt den Jungen, was die Alten haben und wo sind die Jungen im Vorteil? Unter der Leitung des Journalisten und Dozenten Michael Zollinger diskutieren profilierte junge und reifere Exponentinnen und Exponenten und pflegen den Generationendialog im Jazz. Mit Buchvernissage zur neuen Irène-Schweizer-Biografie.

13:00                     Irène Schweizer zum Auftakt

Christoph Irniger, Saxofonist und Bandleader im Gespräch mit Irène Schweizer

13:40                     «Dozierende lernen, Studierende lehren - neue Ansätze in der Musikausbildung»

Referent: Michael Kaufmann, Direktor Hochschule Luzern – Musik

14:15                     Künstlerische Inspiration in der Familie Raphael Walser, Bassist und sein Vater Florian Walser, Klarinettist, Tonhalle, Organisator Stubete am See in Zürich. Roberto Bossard, Gitarrist und sein Sohn Raffaele Bossard, Bassist und Booker

Moderation: Christoph Merki, Musiker und Journalist

15:30                     «Wann ist ein Jazzmusiker/eine Jazzmusikerin alt?»

Referent: Bruno Spoerri, Musiker, Psychologe, Autor

16:00                     «Altersweisheit trifft Sturm und Drang: Vorbilder und Inspirationsquellen»

Roundtable mit: Bruno Spoerri, Luzia von Wyl, Musikerin und Komponistin; Anja Illmaier. Intakt Records und Vorstandsmitglied SMS; Chris Wiesendanger, Pianist, Bandleader, Dozent

Moderation: Michael Zollinger                                                                 

16:45                     «Dieses unbändige Gefühl der Freiheit» Buch-Vernissage Irène Schweizer – Jazz, Avantgarde, Politik (Creative People Books)

Kurzgespräch mit Irène Schweizer, Christian Bröcking (Buchautor) und Olivier Senn (Forschung Hochschule Luzern – Musik) zum neuen Buch

Moderation: Michael Zollinger 

17:00                     Das Schweizer Musik Syndikat SMS und die HSLU – Musik laden zum Apéro