Aktuelles / Notizen
Aegypten 2026 - Viel Wärme und viel Blau an der Soma Bay

P.S. Meine Reiseerlebnisse sind jeweils auch auf Facebook, Polarsteps und FindPenguins zu verfolgen
Tolle Aussichten bei der Hinreise ans Rote Meer
Mit dem Zug geht es auf den Flughafen, wo wegen des Zürcher Ferienbeginns ein Grossandrang herrscht. Schnell haben wir das Gepäck eingecheckt. Der Flug nach Hurghada hat eine ganze Stunde Verspätung, weil ein ankommendes Flugzeug abgewartet werden muss. Endlich hebt der Airbus A-320 um die Mittagszeit in den sonnigen Herbsthimmel ab. Nach einer grossen Schleife über die Stadt Zürich, über Uelis Schulort Hausen am Albis, den Sihlsee, über den Klöntalersee samt Glärnisch und an den beiden Mythen vorbei geht es auf die italienischen Alpen zu. Die Dolomiten - Spitzen sind wunderbar sichtbar. Nur kümmerlich wenig Schnee liegt auf den höchsten Gipfeln. Schon bald öffnet sich die Poebene und über den Golf von Venedig, direkt über der Lagunenstadt, nehmen wir Kurs auf den Süden. Der Flug geht der italienischen Adriaküste entlang über Apulien, die griechischen Inseln hinaus aufs weite Mittelmeer. Plötzlich wird die ägyptische Küste sichtbar und die Wüste tut sich auf. Schon sieht man das Rote Meer, das sich herrlich blau von der ockerfarbenen Wüstenlandschaft abhebt. Mit dem Privattransport fahren wir beim Einnachten ins frisch umgebaute Sheraton Soma Bay, wo uns ein feines Nachtessen erwartet.

Unser Heim für 10 Tage - Vom Umbau des Hotels Sheraton Soma Bay
Wer wie wir das Sheraton Soma Bay von früher kennt und jetzt wieder durch die Eingangstüre tritt, erlebt einen kleinen Überraschungsmoment: Das Hotel ist noch immer das Sheraton – aber es hat sich ziemlich neu erfunden.
Bei unserem letzten Besuch 2024 war gerade Umbaustimmung - und jetzt ist alles fertig und präsentiert sich heute deutlich frischer, eleganter und zeitgemässer. Die Renovation hat praktisch das ganze Haus erfasst: Lobby, Restaurants und Bars, Gästezimmer, Suiten und auch die Poolbereiche wurden erneuert oder aufgewertet. Die Arbeiten sind inzwischen nahezu vollständig abgeschlossen.
Schon beim Betreten der Lobby fällt der neue Auftritt auf. Mehr Raum zum Verweilen, moderne Sitzlandschaften, viel Licht und eine elegante, warme Gestaltung machen aus der früher eher klassischen Hotelhalle einen eigentlichen Treffpunkt. Das neue Design nimmt dabei durchaus Bezug auf Ägypten: Inspirationen aus der Architektur der alten ägyptischen Geschichte finden sich in Formen und Gestaltungselementen wieder – aber selbstredend modern interpretiert.
Was mir besonders auffällt: Die Renovation wirkt nicht wie ein radikaler Bruch mit der Vergangenheit. Das Sheraton versucht nicht, plötzlich ein ultramodernes Designhotel zu sein. Vielmehr wurde der Charakter des Resorts bewahrt und mit zeitgemässem Komfort verbunden. Ägyptische Elemente, warme Materialien, viel Holz und Naturtöne treffen auf modernes Hoteldesign.

Das Resultat ist eine Atmosphäre, die man vielleicht am besten mit „entspannt-elegant“ beschreiben kann. Nicht übertrieben luxuriös, nicht kühl und steril – sondern modern, freundlich und ausgesprochen ferientauglich.
Mein Fazit nach den ersten Eindrücken: Das Sheraton Soma Bay hat die Verjüngungskur nicht nur gebraucht – sie steht ihm ausgesprochen gut. Aus dem etwas in die Jahre gekommenen Klassiker ist ein modernes Red-Sea-Resort geworden, das seinen ursprünglichen Charakter bewahrt und gleichzeitig deutlich frischer, wohnlicher und eleganter wirkt. Wir schätzen extrem die Ruhe hier, ohne das übliche „Bum-Bum“ vieler solcher Hotels! Und so stellen wir mit Freude fest: „Unser“ altes Sheraton ist nicht verschwunden. Es hat einfach ein ziemlich gutes Facelifting bekommen.
Sehr gelungen präsentiert sich nach dem Umbau auch die neue Gastronomiewelt. Das bisherige Bistro 24 wurde modernisiert und wirkt hell, offen und grosszügig. Es lebt auch von den fröhlichen, immer zu einem Spässchen aufgelegten, stets befliessenen, einheimischen Kellnern. Dazu kommen weitere Restaurants und Bars, darunter das neu gestaltete italienische L’Emporio Ristorante sowie die &More-Bar mit ihrer Terrasse und feinem Jazz am Abend. Die verschiedenen Bereiche geben dem Hotel deutlich mehr kulinarische Vielfalt und vor allem mehr Atmosphäre. Ganz neu präsentiert sich das Strand-Restaurant Sea View, in dem man immer nach dem Mittag eine kleine Erfrischung zu sich nehmen kann. Gerade als wir hier sind erlebt es seine Feuertaufe mit einem Galadiner der Company al Arabia United, eine grosse Marketingfirma aus Kairo, die hier einen mehrtägigen Firmenevent für seine Mitarbeitenden durchführt mit allen Schikanen und ohne Kosten zu scheuen. Sogar die Liegestühle, die Strandspiele und die Segel der Segelboote sind in ihrer violetten Firmenfarbe gehalten. Das Mittags-Restaurant Sea View wurde wunderschön renoviert und präsentiert sich nun im schönsten, geschmackvollen neuen Kleid. Wir freuen uns auf die Eröffnung für die Hotelgäste in wenigen Tagen.
Und dann natürlich der Poolbereich: Auch hier wurde rundherum kräftig investiert. Mehr Liegeflächen und Sonnenschirme, neue gemütliche Rückzugsbereiche und eine insgesamt gepflegtere, modernere Gestaltung machen die Poollandschaft zu einem Ort, an dem man problemlos einen ganzen Ferientag verbringen könnte.
Auch die Zimmer präsentieren sich in neuem Gewand. Neue Möbel, moderne Materialien, angenehme Farben und viel Stauraum vermitteln einen deutlich zeitgemässeren Eindruck. Gleichzeitig bleibt genügend von jenem entspannten Feriengefühl erhalten, das man sich am Roten Meer wünscht. Besonders schön: Die Balkone und Terrassen öffnen den Blick hinaus auf Garten, Pool oder – je nach Zimmer – direkt auch aufs Rote Meer. Und trotz sehr gelungenem Umbau muss man so oder so festhalten. Der heimliche Star und der grösste Trumpf des Hauses ist und bleibt das Rote Meer. Gut so! Türkisblaues Wasser, die lange Sandbucht, Korallenriffe und diese unglaubliche Weite. Da kann selbst die schönste Renovation nur eine Nebenrolle oder höchstens die zweite Hauptrolle spielen.

Gleiten durch die Blautöne am Riff
Jeden Tag zieht es uns im frühen Morgenlicht hinaus zum langen Holzsteg in der Soma Bay – dort, wo beim Tauchzentrum das Riff beginnt und eine andere Welt auf uns wartet.
Kaum gleiten wir ins Wasser, wird es still. Ein paar kräftige Schwimmzüge, dann lassen wir uns einfach treiben. Unter uns öffnet sich ein faszinierendes Farbenspiel: vom leuchtenden Türkis im flachen Wasser bis zum tiefen, geheimnisvollen Blau über dem Riff.
Und plötzlich sind wir mittendrin. Bunte Fische ziehen neugierig vorbei und begutachten uns komische Wesen. Zwischen Korallen herrscht geschäftiges Treiben, und immer wieder entdecken wir etwas Neues. Jeder Schnorchelgang ist anders – und doch immer gleich überwältigend.
Zum Glück haben wir von daheim zwei Fischlexikon - Karten des Roten Meers mitgenommen! Da tummeln sich orange leuchtende Anemonenfische, die zwischen den Tentakeln ihrer Anemonen verschwinden; elegante Falterfische mit gelben, weissen und schwarzen Zeichnungen; majestätische Kaiserfische, deren Blau und Gelb im Sonnenlicht fast unwirklich strahlen. Dazwischen ziehen Schwärme kleiner, blaugrün schimmernder Riffbarsche vorbei.
Besonders faszinierend sind die Papageifische mit ihren kräftigen Farben und dem schnabelartigen Maul, mit dem sie Algen vom Riff abweiden. Daneben gleiten schlanke Doktorfische vorbei – manche mit leuchtend blauen oder gelben Akzenten. Und immer wieder entdecken wir einen Lippfisch, einen kleinen Putzerfisch oder prächtig gezeichnete Riffbarsche. Besonders mag ich den putzigen, nur 30cm grossen Masken - Kugelfisch und den sehr coolen 1.2 m langen Riesen - Kugelfisch. Diese Vielfalt ist typisch für die farbenprächtigen Korallenriffe des Roten Meeres.
Manchmal verharrt ein Fisch scheinbar völlig schwerelos über dem Korallenstock, während ringsum das Leben pulsiert. Dann wieder huscht ein ganzer Schwarm davon – als hätte jemand unter Wasser plötzlich das Licht ausgeschaltet.
Das Schönste dabei: Man muss gar nichts tun. Einfach gleiten, schauen, staunen und für einen Moment vergessen, dass es überhaupt eine Welt über der Wasseroberfläche gibt. Hier in der Soma Bay wird das Schnorcheln zum täglichen kleinen Abenteuer. Ein Eintauchen in eine Welt aus Licht, Farben und unglaublicher Ruhe.
Unsere Sandhalbinsel
Es gibt Orte, die muss man nicht suchen – man muss einfach losgehen. Direkt vor dem Sheraton Soma Bay liegt eine kleine Sandhalbinsel, die sich wie ein goldener Sandfinger ins Rote Meer schiebt. Rundherum: Wasser in allen erdenklichen Blautönen. Türkis, Azurblau, tiefes Meeresblau – und dazwischen das warme Gold des Sandes.
Unser täglicher Spaziergang um diese Sandbank ist ungefähr eine knappe halbe Stunde lang und wie ein Ritual. Aber gefühlt ist es auch eine kleine Reise ins Glück. Barfuss durch den warmen Sand, die Sonne auf der Haut, das Meer links und rechts und kaum eine Menschenseele weit und breit. Nur Wind, plätschernde Wellen und diese unglaubliche Weite.
Besonders faszinierend ist die Stille. Kein Lärm, kein Gedränge, kein Termindruck. Man geht einfach dahin, schaut hinaus aufs Meer und merkt plötzlich, wie gut es tut, einmal nur zu sein.
Die Sandhalbinsel ist für uns zu einer liebgeworfenen Gewohnheit geworden. Jeden Schritt begleitet dieses Gefühl: Hier draussen gehört die Welt für einen Moment uns – und gleichzeitig fühlt man sich ganz klein angesichts dieser gewaltigen Schönheit. Und es ist Malediven, Karibik, Seychellen, Rhein, Kattegat und auch alle eure persönlichen Traumwasserplätze vereint an einem Ort. Ein halbstündiger Spaziergang im Paradies, der länger nachwirkt als mancher ganze Ferientag.

Besuch von sonderbaren Wesen – ein Fisch erzählt vom Riff der Soma Bay
Also, ich sage euch: Bei uns am Riff der Soma Bay ist jeden Tag sehr viel los. Kaum fällt das erste Sonnenlicht durch die Wasseroberfläche, tauchen sie wieder auf: diese seltsamen, langbeinigen Wesen von oben. Wie heissen sie schon wieder? Mensch oder so…Zwei Arme, zwei Beine, riesige Augen hinter durchsichtigen Masken und im Mund steckt ein merkwürdiges Rohr. Damit machen sie Blubberblasen und glauben offenbar, sie könnten unsere Welt entdecken. Und an den Füssen tragen sie zwei lange schwarze oder farbige Plastikdinger und machen auf Fisch Einfach köstlich…
Sie kommen über den langen, geschwungenen Holzsteg beim Tauchzentrum Orca Diving Center - The Breaker, gleiten ins Wasser und strampeln zunächst ziemlich unbeholfen herum. Doch dann geschieht etwas Erstaunliches: Plötzlich werden sie ruhiger. Sie strecken sich und lassen sich langsam treiben. Ich selbst bin ein stattlicher, farbenprächtiger Bewohner dieses Riffs. Wenn die Sonne meine Schuppen zum Leuchten bringt, weiss ich durchaus, was für eine imposante Erscheinung ich bin. Elegant ziehe ich meine Bahnen durch das türkisfarbene Wasser, vorbei an Korallenstöcken, in denen es wimmelt und wuselt. Hier ist unser Zuhause: eine Welt aus Farben, Licht und Bewegung.
Und dann kommen diese Besucher mit ihren bunten Fischkarten! Sie drehen und wenden ihre Köpfe, zeigen aufgeregt mit den Fingern auf uns und scheinen alle unsere Namen zu lernen. Den orangefarbenen Anemonenfisch kennen sie offenbar schon. Auch die eleganten Falterfische mit ihren gelben, weissen und schwarzen Streifen erkennen sie wieder. Bei den majestätischen Kaiserfischen geraten sie geradezu ins Schwärmen. Und wenn ein Schwarm blaugrün schimmernder Riffbarsche vorbeizieht, leuchten ihre Augen hinter den Masken auf, als hätten sie soeben einen Goldschatz entdeckt.
Am schönsten ist es, wenn ich einfach still über einem Korallenstock schwebe, umgeben von zahlreichen anderen Fischen, und die sonderbaren Wesen direkt über mir vorbeiziehen. Dann kann ich sie in aller Ruhe betrachten. Sie scheinen völlig verzaubert. Dabei sehen sie in ihren Schnorchelmasken selbst nicht gerade elegant aus. Und dieses Flossengefuchtel! Wir Fische müssen uns wirklich zusammennehmen, um nicht laut loszulachen.
Doch ich will fair sein: Sie kommen ohne böse Absicht. Sie jagen uns nicht, sondern schauen, staunen und gleiten durch unsere Welt. Manchmal bleiben sie lange genug, um zu begreifen, dass hier nicht einfach ein paar bunte Fische herumstehen wie Ausstellungsstücke in einem Schaufenster. Hier an der Soma Bay lebt ein ganzes Riff - Reich, das zu schützen sich lohnt. DANKE! Für die sonderbaren Wesen ist unser Riff ein grosses Natur - Wunder. Für uns ist es schlicht und einfach Alltag und Heimat an der Soma Bay.

Die Honeymooner von Soma Bay – Liebe, Luxus und ein bisschen Lampenfieber am Soma Riff
Nimmt mich ja Wunder, wieviel Fotos die insgesamt machen! Im Sheraton Soma Bay fallen uns immer wieder junge Paare aus China, Taiwan und Südkorea auf: elegant gekleidet, freundlich und konzentriert auf der Suche nach dem perfekten Urlaubsfoto. Er hält die Kamera, sie posiert im schicken Kleid in den verschiedensten Posen, Perspektiven und Lichtverhältnissen. Ein Schritt nach links, ein Blick über die Schulter, ein adrettes Lächeln in die Kamera – und schon entsteht eine weitere Erinnerung an die Reise. Dabei sind viel Geduld und gegenseitige Aufmerksamkeit zu beobachten.
Ob es sich bei allen um Hochzeitsreisende handelt, lässt sich von aussen nicht sagen. Manche wirken wie frisch verheiratete Paare, andere vielleicht einfach wie Menschen, die gemeinsam eine besondere Auszeit geniessen. Ihre sorgfältig ausgewählte Kleidung und die liebevoll geplanten Fotos lassen jedenfalls erkennen, dass ihnen dieser Aufenthalt viel bedeutet.
Auch unter Wasser zeigen sich grosse Begeisterung: Das Schnorchel Equipment wirkt hochwertig, Vollkörper - Anzug zum Schutz der weissen Haut vor der Sonne. Die farbenprächtige Welt des Roten Meeres weckt sichtbar die Neugier. Eifrig wird geschnorchelt, wobei manche zunächst vorsichtig an die Tiefe herangehen. Daneben stehen Ausflüge auf dem Programm – schliesslich soll die Reise nicht nur schöne Bilder, sondern auch vielfältige Erlebnisse bieten.
So treffen im sonnigen Soma Bay Romantik, Fernweh und Abenteuerlust aufeinander. Die Paare wirken aufmerksam und rücksichtsvoll im Umgang miteinander. Kein lautes Spektakel, kein grosses Aufheben – dafür viele Bilder, sorgfältig ausgewählte Kleider und offenbar viel Freude an der gemeinsamen Zeit.
Und während wir beobachten, wie die nächsten beiden Richtung Strand gehen, hält einer bereits das Smartphone bereit. Kurz darauf ist die passende Perspektive gefunden, das Lächeln sitzt, und die nächste Urlaubserinnerung entsteht. Die Soma Bay als Kulisse für die Liebe – mit türkisblauem Meer, Korallenriff und viel Geduld hinter der Kamera. „Cha me mache…“

Sonne, Sand und buntes Strandleben – ein Spaziergang zur Marina Soma Bay
Vom Sheraton Soma Bay aus marschierten wir heute bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen los – vorbei am Robinson Club und am eleganten, aber für meinen Geschmack zu künstlichen Hotel Kempinski, immer dem Meer entlang Richtung Marina. Links das endlose Blau des Roten Meeres, rechts gepflegte Hotelanlagen, Palmen, blühende Gärten und dazwischen immer wieder traumhafte Ausblicke auf das türkisfarbene Wasser und die weiten Sandstrände der Soma Bay.
In der Marina angekommen, warteten Boote, Segelyachten und das maritime Ferienflair. Hier trifft arabische Wüstenkulisse auf Ferienstimmung. Aktuell bauen Sie einen ganz neuen Segelyachthafen, den sie einfach neu ins Landesinnere gezogen haben. Am grossen Becken wird kräftig gebaut. Das türkisblaue Wasser ist bereits eingeströmt. Wir sind gespannt, wie das hier im nächsten Jahr aussehen wird. Im Hinterland und an der Küste werden viele Villen gebaut für reiche Kairoer, die sicher auch ein Segel- oder Motorboot vor Anker haben möchten.
Am Hafen läuft gerade eine wunderbare und sehr teure Katamaran Yacht eines griechischen Besitzers ein. Die Crew bindet das teure Boot sorgsam, reichlich mit Fendern geschützt, an der Hafenmole an, damit der millionenteure High-Tech Schiffsbug auch ja keinen Kratzer abbekommt! Sicher rauscht nächstens der Reeder mit Anhang mit dem Privatjet an zu einer Tauchsafari.
Auf dem Rückweg dasselbe Panorama nochmals in umgekehrter Richtung – schliesslich sollte man schöne Aussichten doppelt geniessen. Bewegung tut gut in Form eines Spaziergang für Augen, Seele und Muskeln. Nur der Schatten hätte unterwegs etwas öfter vorbeischauen dürfen! Aber das ist ein Luxusproblem!
Bild: Hier wird das neue Marina Becken Soma Bay gebaut.
Das Rote Meer – eine Wüste voller Geschichte
Wenn wir heute in der Soma Bay auf das türkisfarbene Rote Meer blicken, sehen wir eine traumhafte Ferienlandschaft: Sand, Sonne und karge, schwarz und rötlich schimmernde Berge (siehe erstes Bild). Doch diese scheinbar menschenleere Gegend war über Jahrtausende ein Ort voller Leben, Arbeit und Abenteuer.
Schon die alten Ägypter durchquerten die östliche Wüste auf der Suche nach Gold, Kupfer und kostbaren Gesteinen. Später nutzten die Römer die Berge bei Safaga als gewaltige Steinbrüche. In Mons Claudianus gewannen sie riesige Säulen für ihre monumentalen Bauwerke, während andernorts der seltene purpurrote Stein für kaiserliche Paläste abgebaut wurde. Noch heute zeugen die Überreste davon, welche unglaublichen Anstrengungen Menschen vor rund 1800 Jahren in dieser doch recht unwirtlichen Landschaft unternahmen.
Doch das Rote Meer war nicht nur eine Rohstoffquelle, sondern auch eine wichtige, internationale Handelsroute. Über Häfen wie das antike Myos Hormos beim heutigen El Quseir gelangten Pfeffer, Weihrauch, Textilien und Luxusgüter aus Indien, Arabien und Ostafrika nach Ägypten und weiter nach Europa. Die Karawanen der wüstentauglichen Händler zogen durch die Wüste, Schiffe überquerten das Meer – und diese abgelegene Gegend wurde Teil eines weltumspannenden Handelsnetzes der Antike.
Auch in späteren Jahrhunderten blieb das Rote Meer eine wichtige Verbindung zwischen Afrika und der arabischen Welt. Erst im 20. Jahrhundert begann sich die Küste zunehmend zu verändern: Häfen, Handel und Bergbau prägten die Region.
Jahrhundertelang blieb die Küste südlich von Hurghada eine vergleichsweise dünn besiedelte Gegend. Das Leben konzentrierte sich auf kleine Küstenorte, Fischerei, Handel und die Nutzung der Ressourcen im Hinterland. Das trockene Klima und die fehlenden Süsswasserreserven setzten einer grossflächigen Besiedlung verständlicherweise enge Grenzen.
Im 20. Jahrhundert veränderte sich die Region zunehmend. Der Hafen von Safaga gewann für den Transport von Gütern und den Verkehr über das Rote Meer an Bedeutung. Auch der Bergbau und die Gewinnung von Bodenschätzen prägten Teile des Hinterlandes.
Später kam der Tourismus hinzu. Hurghada entwickelte sich zu einem gefragten, internationalen Ferienort, und die Küste weiter südlich wurde für ihre Strände, Korallenriffe und Wassersportmöglichkeiten bekannt. Orte wie „unsere“ Soma Bay stehen heute für eine moderne Form der Nutzung dieser Landschaft: Hotels, Tauchzentren, Golfplätze und Wassersportanlagen machen aus der einst schwer zugänglichen Küste ein beliebtes Reiseziel für sonnenhungrige Europäer.
Dabei ist das eigentliche Kapital dieser Region bis heute dasselbe geblieben: das Meer, das Licht, die Berge, die sehr freundlichen Menschen und die besondere Landschaft. Die moderne Ferienwelt ist allerdings auf eine zuverlässige Versorgung mit Wasser, Energie und Lebensmitteln angewiesen – eine Herausforderung, die in dieser trockenen Umgebung besonders deutlich wird.
Wenn wir morgens am langen Holzsteg ins Wasser steigen und über die Korallenriffe schnorcheln, begegnen wir einer Naturwelt, die sich über sehr lange Zeiträume entwickelt hat. Die Korallen, Fische und Seegrasbestände gehören zu einem empfindlichen Ökosystem, das sich deutlich von der trockenen Welt an Land unterscheidet. Heute geniessen wir hier Sonne, Strand und die faszinierende Unterwasserwelt. Doch hinter den Bergen verbirgt sich eine Geschichte von mutigen Expeditionen, gewaltiger Arbeit und weltweitem Handel. Was uns als stille Wüste erscheint, war einst also eine pulsierende Verbindung zwischen Kulturen und Kontinenten.
Das Rote Meer war schon immer mehr als eine blaue Fläche zwischen Afrika und Arabien. Es war – und ist heute noch – ein Weg in die weite Welt.

SOMA BAY – Wir kommen wieder
Morgen treten wir die Rückreise in die Schweiz an. Ich versuche meine einzelnen Reiseberichte eben mal kurz zusammenzufassen
UNBEDINGT TUN
* Unbedingt täglich ins Rote Meer eintauchen. Die Fische warten schon auf uns.
* Durch den warmen Sand der herrlichen Sand-Bay schlendern. Barfuss ist die beste Gangart, die Seele baumeln lassen und alles Schwere vergessen.
* Die atemberaubenden Blautöne in allen Nuancen bewundern. Farbfächer und Zählen der verschieden Farbvariationen sind zwecklos.
* Sich vom Meer verzaubern lassen. Ist gratis inbegriffen.
* Am Riff einfach nur staunen, statt immer alles erklären und verstehen zu wollen.
* Den Tag mit einem Tauchgang oder einem Spaziergang beginnen und dann ohne schlechtes Gewissen vertrödeln.
* Gezielt die Köstlichkeiten des Sheraton Buffets geniessen - vor allem das asiatische Essen hat es mir angetan.
* 1 Eiskaffee mit Caramelschuss täglich zelebrieren.
* In Dankbarkeit mit meiner lieben Partnerin Liliane geniessen - das zählt wirklich.

BESSER SEIN LASSEN
* Unter Wasser sprechen. Die Fische verstehen ohnehin nur Bahnhof.
* Die Ferien und den Tag minutiös durchplanen. Das war mal, und das Paradies hat sowieso keinen Stundenplan.
* Jede freie Minute fotografieren. Meist ist der schönste Schnappschuss der im Kopf.
* Den Sand überallhin mitnehmen. Er findet den Weg in den Koffer auch ohne Einladung.
DIE WICHTIGSTEN ERKENNTNISSE
* Das Rote Meer ist blau. Und zwar in sämtlichen Varianten.
* Fische sind die eleganteren Schwimmer als wir. Punkt.
* Die Sandhalbinsel ist die bessere Wellnessanlage. Ohne Chlor, ewiges Gequatsche und Musikberieselung.
* Asiatische Ferienfotografen verstehen etwas von Geduld, Perspektive und perfektem Licht.
* Die Wüste ist keineswegs leer. Sie ist voller Geschichte.
* Luxus ist, Zeit zu haben und sie nicht verplanen zu müssen.
* Wer einmal richtig abtaucht, sieht die Welt oben mit anderen Augen.

DAS SOLLTEN WIR MIT NACH HAUSE NEHMEN
* Mehr Gelassenheit und weniger Termindruck.
* Ein Quäntchen Wüstenruhe.
* Eine Handvoll Meeresblau.
* Ein bisschen Fischperspektive.
* Und die Erkenntnis, dass Glück oft ganz einfach daherkommt: Sonne auf der Haut, Sand unter den Füssen und der Lieblingsmensch an der Seite. Danke Lili!
UND WAS BLEIBT?
Sand im Gepäck. Salz auf der Haut. Tausend blaue Bilder im Kopf. Ein ägyptisches Lächeln im Gesicht. Und dieses leise Fernweh, das sich schon vor der Heimreise wieder meldet, vor allem spätestens dann, wenn es in der Schweiz so richtig winterlich kalt wird.
SOMA BAY – wir kamen zum xten mal als Gäste, wurden zu Geniessern und reisen als überzeugte Wiederholungstäter ab. Ja, wir kommen wieder! Bis zum nächsten Mal!

Heimreise mit Kurs auf die Schweiz ✈️
Heute hiess es Abschied nehmen von der herrlichen Soma Bay am Roten Meer. Mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck – an Sonne, Wärme, Sand, türkisblaues Wasser und die faszinierende Unterwasserwelt – machten wir uns auf den Heimweg. Die Chair Airlines brachte uns von Hurghada sicher Richtung Zürich. Über den Wolken liessen wir die erholsamen Ferientage nochmals Revue passieren. Zehn Tage Sonne tanken, schnorcheln, staunen und einfach geniessen – was will man mehr? Und dann setzte unser Flieger sicher auf Schweizer Boden auf. Draussen erwartete uns der heimische Herbst statt ägyptischer Sonnenschein. Doch im Herzen tragen wir noch ein Stück Rotes Meer mit nach Hause. Schön war’s! Bis zum nächsten Mal, Soma Bay!
