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COSTA RICA 2026 - PURA VIDA

PURA VIDA - Dampfende Regenwälder, eine spektakuläre Tierwelt, mystische Gebirgslandschaften, urwaldumsäumte Postkartenstrände und herzliche, weltoffene Gastgeber - wir suchten in Costa Rica die tropische Vielfalt und ein spannendes und sicheres Reiseland.
So freuen wir uns bspw. auf die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt, die Baumkronen-Tour auf einer Höhe von bis zu 60 Metern und die Mangroven-Bootstour mit Tierbeobachtung. Das alles ist «Pura Vida» hautnah. Die gemütliche Lebenseinstellung und der Sinn für Nachhaltigkeit der Costa Ricaner sollen vorbildlich sein. Es warten Wanderungen mit abwechslungsreichen Landschaftsbildern, faszinierenden Vulkanen, weissen Sandstränden, bedeutende Urwaldgebiete und eine eindrückliche Tier- und Pflanzenwelt – der grösste Reichtum Costa Ricas. Wir freuen uns sehr auf dieses Abenteuer. Unterwegs sind wir in einer Gruppe von 12 Personen von IMBACH REISEN mit der sehr erfahrenen Reiseleiterin Jutta Sandner.
1. Tag: Zürich–San José
Der Direktflug mit dem Airbus 350 „Piz Bernina“ von EDELWEISS führt von Zürich direkt nach San José. Die Flugroute führt vor allem über Wasser, denn es gilt den ganzen Atlantik zu überqueren. Erst in Santo Domingo und Haiti und der Karibik fliegen wir wieder über Festland. Von dort an sind es noch rund 2 Stunden Flug bis Costa Rica. Der Abflug in Zürich verzögert sich ziemlich, weil ein Passagier falsche Dokumente hat und wieder ausgeladen werden muss. Natürlich muss auch sein Koffer gesucht werden! Auch die Enteisung der Flügel braucht einige Zeit, bis der Airbus endlich mit weit über 2 t Fluggewicht im nebligen und sehr kalten Zürich abheben kann.
12 Stunden ist natürlich schon ein langer Flug. Aber die Zeit geht mit Lesen, Filme schauen, schlafen und der sehr guten Bord-Verpflegung mit diversen Köstlichkeiten erstaunlich rasch über die Bühne.
Mittags um 15:00 Uhr kommen wir im Flughafen San José an, wunderbare Sommer, Wärme, pulsierende Stadt und es geht mit dem Bus direkt zu unserem ersten Hotel Bougainvillea, San José. Nach dem Einchecken und dem Begrüssungsapéro gibt es ein feines Nachtessen und nachts um 4:00 Uhr (Schweizer Zeit) sinken wir müde in die Kissen. So haben wir der Zeitverschiebung ein Schnippchen geschlagen. In Costa Rica ist es nämlich erst 21:00 Uhr, (-7 Stunden) als wir zu Bett gehen.

2. Tag: Valle Central und Jade Museum San José
Wanderzeit ~2h / 150m↑ 250m↓
Die sehr schöne und eindrückliche Wanderung führt durch Kaffeeplantagen und Wälder hinab ins Valle Central und zum beschaulichen Dörfchen San Isidro de Alajuela. Geführt werden wir von dem einheimischen Kaffeebauern Juan, der die Natur mit den Pflanzen und den Vögeln wie seine Westentasche kennt. Er kann grossartig alle Vogelstimmen imitieren. Man hat den Eindruck, dass der in der Gegend aufgewachsene Juan total eins ist mit der Natur. Das ist es wohl, was uns Europäern in unserer globalisierten und hektischen Welt oftmals fehlt - die tiefe Verbundenheit mit der Natur. Juan führt ein einfaches Leben, ist aber sichtlich stolz auf das, was er macht und vor allem auf seine wunderbaren Kaffeeplantagen und seine engste Heimat. Mit der Machete bahnt er uns den Weg frei durch abenteuerliche Pfade abseits der gängigen Touristenpfade und zeigt uns, wie er seine Machete im feuchten Stamm der Bananenpflanze wieder säubert. Ein wunderbares Erlebnis.
Anschliessend führt die Fahrt mit unserem angenehmen Minicar nach San José ins Stadtzentrum, wo das Mittagessen in einem typischen Restaurant mit einheimischer Küche auf uns wartet. Dort herrscht eine fröhliche, ausgelassene Stimmung und eine Haus - Band macht Musik, auch zu Ehren eines Geburtstagskindes.
Dann Besichtigung des modern gestalteten Jademuseums (das berühmte Nationaltheater ist leider geschlossen) und Spaziergang im Zentrum der lebhaften Hauptstadt mit zahlreichen Geschäften, Museen, Kulturstätten und Restaurants. Hier schlägt das Herz des kleinen Naturparadieses: Im zentralen Hochland (»Valle Central«) mit der Hauptstadtregion und in den südlichen und nördlichen Ausläufern leben mehr als 65 Prozent der Costa-Ricaner.
Kein Wunder! Denn hier auf etwa 1100 Meter Höhe herrscht ewiger Frühling mit angenehm milden Temperaturen das ganze Jahr über. Kaffeeplantagen, mächtige Feuerberge in Nationalparks sowie bunte Städte, in denen der Puls des Landes schlägt, machen diese Region zu einem der vielfältigsten Gebiete im Land.
Mercado Central
Nordwestlich des Zentralparks erleben die Sinne ein wahres Fest: Es duftet nach Zitronen und Orangen, nach Gebäck oder Käse: Der zentrale Markt ist ein Konglomerat aus 200 Shops und Restaurants und so etwas wie das Herz der Stadt. Hier trifft man sich, wenn man gerade die Tomaten gekauft oder die Melone in der Hand hat. Der frische Kaffee gehört selbstverständlich dazu, aber auch exklusivere Ware wie etwa Pflanzenmedizin der einheimischen Kräuterfrauen. Die Gassen zwischen den Ständen sind schmal und es kann schon mal zu Gedränge kommen. Die typischen Souvenirs dürfen ebenso wenig fehlen wie Kleidung.
Wie so oft sind manche der angebotenen Waren aber nicht von Einheimischen produziert, sondern stammen aus China. Dem Charme des quirligen Lebens in den Markthallen tut das jedoch kaum Abbruch. Der Markt ist auch eine gute Adresse für ein deftiges und günstiges Frühstück oder Mittagessen nach »Tico«-Art. Die vielen sodas (kleine Restaurants und Cafés) bieten eine Auswahl an landestypischen Sattmachern.
Teatro Nacional
Im Zentrum der Hauptstadt wartet ein neoklassizistischer Bau und ein echter Hingucker. Ein Kontrastpunkt zum Stadtleben, das von Hochhäusern, hektischer Berufstätigkeit und Verkehrschaos geprägt ist. Doch schon beim Betreten des kleinen Vorgartens reisen die Menschen in eine andere Welt, erst recht, wenn sie in den Innenräumen die prächtigen Decken, Skulpturen und goldbesetzten Ornamente sehen. Das Nationaltheater ist Costa Ricas kultureller Stolz, es wurde im Jahr 1897 mit der Oper „Faust“ von Charles Gounod eröffnet und sollte schon damals die wirtschaftliche Stabilität des Landes repräsentieren. Der neoklassizistische Stil ist teilweise so üppig, dass er an Barock erinnert, insbesondere im Foyer, das mit Statuen, u.a. von Ludwig van Beethoven geschmückt ist. Vor allem die Vorstellungen des Nationalen Symphonieorchesters lohnen sich genauso wie der Besuch des hübschen Theatercafés. Auch Führungen durch den prunkvollen Bau werden angeboten.
Museo del Oro Precolombino
Das Zentrum der Stadt ist die Plaza de la Cultura, ein relativ unscheinbarer Betonplatz mit dem direkt angrenzenden Teatro Nacional. Hierher kommen die Josefinos zum Leutebeobachten und Eisessen; Jongleure, Clowns und andere Kleinkünstler zeigen was sie können. Doch die riesigen Abluftröhren deuten es an: Unter dem Platz wartet eine Überraschung. Auf drei unterirdischen Etagen versteckt sich hier der bunkerartige Museumskomplex der Banco Central mit dem Präkolumbischen Goldmuseum. Es zählt zu den beliebtesten Museen der Stadt und zu den größten und wichtigsten Sammlungen seiner Art überhaupt. Gezeigt werden verbliebene Schätze aus der Zeit, bevor Kolumbus und andere Entdecker sich des südamerikanischen Goldes bemächtigten. Die Sammlung mit über 3500 präkolumbischen Artefakten umfasst eine Zeitspanne von den ersten Siedlern um 500 v. Chr. bis ins 16. Jahrhundert nach Ankunft der Spanier und erlaubt so eine spannende Tour durch die Geschichte. Zum Komplex gehört auch das Museo Numismática (Münzmuseum).

3. Tag: Vulkan Irazú und Cartago / Orchideengarten Lankester
Wanderzeit ~2.5h / ↑150m↓
Besuch des Vulkans Irazú auf 3432 m.ü.M, der höchste aktive Vulkan Costa Ricas, und „vulkanische„ Rundwanderung.
Die Via 219 schlängelt sich mit unzähligen Kurven den Berg hoch. Es ist Sonntag und auffällig viele Sonntagssportlerinnen und -sportler mit ihren Renn- und Mountainbikevelos erklimmen den extremen Höhenunterschied. Hut ab vor der schweisstreibenden, sportlichen Leistung! E-Bikes sieht man übrigens praktisch noch nirgends im Land.
Der Hang zum Vulkan hoch ist extrem grün und an allen Hängen findet sich allerlei landwirtschaftliche Nutzung mit Kartoffeln, Zwiebeln, Kohl oder anderen Gemüse. Sogar Kuhherden grasen im saftig grünen Gras.
Nicht umsonst wird die Landschaft stolz „die Schweiz Costa Ricas“ genannt. Wir Schweizer Besuchende erkennen hier tatsächlich gewisse Parallelitäten zu unserer Heimat.
Heute steht der Wettergott voll auf unserer Seite! Es ist scheinbar selten, dass sich der Pico Vulcano in so klarem Wetter präsentiert. Wir werden mit einer grandiosen 360° Aussicht in alle Richtungen beglückt. Bei ganz klaren Wetterverhältnissen bietet sich eine Sicht bis zur Karibik- und Pazifikküste.
Der Irazú war in den Jahren 1723–1724, 1917–1921, 1924, 1928–1930, 1933, 1939–1940 und 1962–1965 historisch aktiv. Die letzte Eruptionsperiode begann am 9. August 1962, wobei die Aktivität ab dem 12. März 1963 zunahm und bis zum 13. Februar 1965 anhielt. Während dieser Eruption wuchs der Krater von einem Durchmesser von 200 m und einer Tiefe von 40 m auf seine heutigen Ausmaße von etwa 750 m Durchmesser und 270 m Tiefe.
Die wirtschaftlichen Verluste durch den jüngsten Ausbruch beliefen sich auf mehrere Millionen Dollar an Vieh und Ernten sowie die Zerstörung vieler Brücken und der Stadt Taras (in der Nähe der Stadt Cartago). Darüber hinaus starben etwa 20 Menschen durch Lahare (vulkanische Schlammströme) und zwei durch den Aufprall von vulkanischen Geschossen, aber der Ausbruch machte den Irazú zu einem nationalen und internationalen Touristenziel.
Hier oben gibt es auch einen vulkanischer Anti-Ballistik-Schutzraum für die Vulkanüberwachung. Ein solcher wurde von ICE im Februar-März 1964 gebaut. Er wurde errichtet, um die Forscher und die tägliche Überwachung der vulkanischen Aktivität zu schützen. Es ist das zweite vulkanologische Observatorium in Amerika (das erste wurde 1943 in Paricutín, Mexiko, gebaut) und der erste oder einer der ersten Bunker oder Schutzschilde weltweit.
Dann geht es wieder steil runter zur Stadt Cartago zum Mittagessen im Restaurant „La Puerta del Sol. Anschliessend steht der Besuch der Basílica de Nuestra Señora de los Ángeles (wo gerade in der vollen Kirche die sonntägliche Nachmittags-Messe läuft) und des botanischen Gartens Lankester am Stadtrand auf dem Programm – ein lohnender, schöner Ort, um filigrane Orchideen in allen Farben und andere tropische Blumen und Pflanzen zu sehen.
Die Basílica de Nuestra Señora de los Ángeles (Basilika Unserer Lieben Frau von den Engeln) ist eine römisch-katholische Basilika in Costa Rica, die sich in der Stadt Cartago befindet und der Virgen de los Pardos gewidmet ist, die offiziell als Virgen de los Ángeles (Unsere Liebe Frau von den Engeln) bekannt ist. Die Basilika wurde 1639 erbaut und durch ein Erdbeben teilweise zerstört.
Charles H. Lankester war ein begeisterter Beobachter und Sammler mit einem besonderen Blick für floristische Innovationen und zugleich ein Pionier der Orchideenfotografie. Die Bilder, die er von den Orchideen aus seiner eigenen Sammlung schuf, zeugen von grosser wissenschaftlicher Genauigkeit in der Pflanzenfotografie, aber auch von künstlerischem Gespür für Komposition und Raum.
Diese Verbindung von Wissenschaft und Kunst ist bis heute Teil des Erbes und Stils des Lankester Botanical Garden.

4. Tag: La Fortuna - Vulkan Arenal und Arenal-Stausee
Wanderzeit ~2h
Die Koffer sind gepackt und verladen. Abenteuerliche Fahrt von San José ins Tiefland nach La Fortuna, eine grüne, vom Vulkan El Arenal dominierte Kleinstadt. Die vielbefahrene Querverbindung „Autopista Braulio Carrillo“ vom Pazifik auf das Hochplateau von San José ist geprägt von riesigen Trucks im Stil der amerikanischen Brummis. Eine Baumfällaktion auf der Strasse vor uns lässt uns etwas warten. In der Regenzeit kommt hier immer mal wieder ein Hang herunter und auch dann ist Warten angesagt. Pura Vida heisst auch Geduld haben!
Unterwegs gemeinsame Entdeckungstour / Pirsch mit interessanter Führung durch den Schmetterlingsgarten Pier Ella. Der Name des Gartens kommt von einem einheimischen Schmetterling. Das Paradies - ein absoluter Geheimtipp - aber bitte nicht weitersagen!
Joseph führt uns durch den Regenwald und zeigt uns Schmetterlinge, diverse bunte Vögel, Pfeilgiftfrösche, Skorpion, Schlangen, ein Faultier und sogar einen Tukan. Wir erleben live die Aussetzung eines Stachelschweins. Es wurde von einem Hund gebissen, kam dann zur Erholung in einen Käfig und wurde heute nun wieder ausgesetzt. Dankbar erklimmt es den Baum der Freiheit und entschwindet bald in das grüne Paradies.
Das Highlight unserer heutigen Tour ist natürlich eine weisse Fledermaus - Kolonie, die unter einem grünen Blatt am Schlafen ist. Ganz still und demütig schauen wir via Spiegel dieses wunderbare Geschöpf der Schöpfung an.
Die Fahrt geht weiter auf dem „Corredor Noratlántico“ in Richtung La Fortuna. Vorbei an endlos wirkenden Ananasplantagen fragen wir uns, wer wohl in der Produzentenkette wie viel von unserem in der Migros oder Coop bezahlten Konsumenten - Endpreis für eine Ananas bekommt! Ananasbauer, Pflücker, Zwischenhändler? Die Vermutung liegt nahe: Am meisten bleibt wohl beim amerikanischen Multikonzern hängen…
Fragen wir doch mal KI, um eine Antwort darauf zu erhalten!
Eine konkrete wissenschaftliche Studie zu Lieferketten von Ananas aus Costa Rica nach Europa/Deutschland zeigt, wie der Wert des Endpreises ungefähr verteilt wird (bezogen auf Endpreis beim Verbraucher, z. B. Supermarktpreis) — diese Zahlen stammen aus einer Analyse, die historische Daten für Fruchtexporte heranzieht:
Stufe der Lieferkette
Anteil am Endpreis (ungefähr)
Arbeiter*innen auf Plantagen
ca. 4 %
Produzenten / Farmbesitzer (Bauern)
ca. 25 %
Exporteure & Distributoren
ca. 5 %
Import/Transport & Zoll
ca. 17 %
Einzelhandel / Supermarkt
ca. 42 %
Das bedeutet: Wenn du in der Schweiz z. B. 2 € für eine Ananas zahlst, gehen davon (nur exemplarisch):
· etwa 0,08 € an die Arbeiter*innen auf der Plantage
· etwa 0,50 € an die Farmer / Eigentümer
· etwa 0,10 € zu den Exporteuren/Logistik
· etwa 0,34 € für Transport, Import + Zoll
· etwa 0,84 € bleibt im Laden/Einzelhandel hängen
Diese Verteilung ist ein Modell-Blick, aber sie zeigt gut die Realität, dass die Einzelhändler den grössten Teilbekommen und die Arbeitskräfte auf der Plantage sehr wenig vom Endpreis abbekommen. (Chat GTP abgefragt am 26.1.26)
Ein Highlight ist auch der Fotohalt bei der Brücke von Las Liguanas. Dort sonnen sich träge Leguan und dies in unmittelbarer Nähe zu uns staunenden Menschen.
Unser nächstes Hotel Linda Vista, El Castillo, liegt an traumhafter Lage am Arenal See. Der Arenal-Stausee beschert dem sonst durch den vom Regenwald geprägten Landschaftsbild Abwechslung und den Besuchern zusätzliche Erlebnismöglichkeiten.
Der Vulkan Arenal (1640 m.ü.M), einst einer der aktivsten Vulkane der Welt, prägt die Region. Aktivitäten wie Kajakfahren und Reitausflüge rund um die Laguna de Arenal sowie heisse Quellen wie Tabacón bieten Erholung. Der Arenal-Nationalpark mit Wanderungen über Lavafelder bietet einen tollen Blick auf den Vulkan. In La Fortuna kann man lokale Gerichte geniessen.
Seit Oktober 2010 speit der bis dahin äusserst aktive Arenal nicht mehr. Mit seinen 1640 Metern Höhe ist dieser Schichtvulkan deutlich kleiner als beispielsweise der Poás (2704 m), der Irazú (3432 m) und der Turrialba (3325 m). Aber der Arenal sieht eben wie ein richtiger Vulkan wie aus dem Bilderbuch aus. Er besitzt eine geradezu perfekt geschnittene Kegelform und in seiner Umgebung besteht eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur.
Reiseleiterin Jutta Sandner gibt uns immer wieder spannende Hinweise über Natur, Geographie, Gesellschaft und Leute und die Geschichte des Landes - ein Land mit innerem Frieden: Costa Rica hat eine pazifistische Geschichte und unterscheidet sich damit deutlich von fast allen anderen Staaten Mittel- und Zentralamerikas. Costa Rica blieb von Diktaturen verschont. Die Todesstrafe wurde hier schon im Jahr 1877 abgeschafft und bereits seit dem 8. Mai 1949 verbietet seine Verfassung in Friedenszeiten sogar jedes stehende Militär. Als Vordenker der modernen Demokratie in Costa Rica gilt José Figueres Ferrer (1906-1990). Sein Credo - „Wer den Frieden will, soll sich auf den Frieden vorbereiten und nicht auf den Krieg" - liess er in die Verfassung des in der internationalen Wahrnehmung seither häufig als „Schweiz Lateinamerikas" bezeichneten Landes schreiben.
Einen Verteidigungshaushalt gibt es in Costa Rica nicht. Die so eingesparten Mittel werden für Bildung und Gesundheit der Bevölkerung ein gesetzt: ein wichtiger Grundstein für seinen in Mittelamerika noch immer einzigartigen sozialen Wohlfahrtsstaat. 1983 verkündete das Land seine „permanente Neutralität". 1987 erhielt der damalige Präsident Óscar Arias Sánchez (geb. 1940) sogar den Friedensnobelpreis. Costa Rica ist heute das wohlhabendste und politisch stabilste Land Lateinamerikas.

5. Tag: Vulkan EI Arenal
Wanderzeit ~2h / ↑120m↓
Regenwald - Wanderung am Fusse des Vulkans El Arenal mit beeindruckenden Ausblicken auf die Landschaft des ruhenden Vulkans.
Der nahe Arenalsee, den wir von unserem grandiosen Hotel aus wunderbar überblicken, ist beträchtliche 80 km2 gross.
Der Arenal-Nationalpark (Parque Nacional Volcán Arenal) wurde am 30. September 1991 gegründet. Er liegt im Nordosten Costa Ricas zwischen der Tilarán-Bergkette und der San Carlos-Ebene.
Oben im Baum singt ein Tukan Pärchen. Der Tukan gehört der Gattung der Spechte an.
Nun setzt tropischer Regen ein und es schüttet wie aus Kübeln! Jetzt lohnt sich die hohe Kleider - Performance der Schweizer mit Regenpelerine, allerlei Outdoor Funktionskleidung, Regenhut, Knirps und den wasserdichten Schuhen. Das gehört auch dazu - man muss das auch einmal erlebt haben - Sintflut im Regenwald! Das grosse Teleobjektiv kann man getrost am trockenen Ort behalten.
Das Mittagessen nehmen wir in der Arenal Observatory Lodge ein und wandern dann von dort aus zum Wasserfall am Rio Danta. Ebenfalls queren wir die Hängebrücke über den Rio Danta. Nach einem weiteren „Tukan - Alarm“ und dem Besuch des vulkanischen Museums mit interessanten Informationen fahren wir zufrieden und erfüllt in unser Hotel zurück.
Der Vulkan Arenal befindet sich (zum Glück für uns) in einem ruhenden Zustand. Die Magmakammer ist nach wie vor aktiv, weitere Eruptionen sind jedoch vorerst unwahrscheinlich. In der Nähe des Hauptkraters sind bei guter Sicht auf den Vulkan vulkanische Gase und Wasserdampf zu sehen.
Die auf dem Boden verstreuten Haufen dunkelgrauer Blöcke sind Teil eines Lavastroms, der 1992 beim Ausbruch des Arenal entstanden ist. Dies gibt uns eine Vorstellung davon, wie die Besiedlung durch Pflanzen und Tiere vor sich geht, und erinnert uns gleichzeitig an die Gefahr, die entsteht, wenn Lavaströme Gebiete erreichen, in denen Menschen leben und arbeiten (Ackerland, Weideland und Infrastruktur).
Zuoberst beim Eisensteg wandern wir auf sehr jungen magmatischen Gesteinen – dem Ergebnis von Lavaströmen, die monatelang westlich und südwestlich des Vulkans flossen.
Diese Lavaströme begannen im Dezember 1991 aus dem Krater C mit einer Durchschnittstemperatur von 1000 Grad Celsius und endeten im August 1992. Als die Ströme an Temperatur verloren, verhärteten sie sich und bildeten Blöcke unterschiedlicher Grösse. Die Gesteinsart besteht hauptsächlich aus basaltischen Andesiten und Basalten mit einem geringen Anteil an Dazit. Eindrücklich: Dieser alte Lavastrom ist etwa 1,5 km lang und ungefähr 300 m breit.
Besonders wichtig beim Wiederergrünen nach einem Vulkanausbruch sind die Pionierpflanzen. Sie sind wichtig, weil sie schnell Standorte besiedeln, die durch menschliche Eingriffe oder Naturkatastrophen zerstört wurden. Jeder Quadratmeter gesunder Boden kann bis zu 1000 latente Samen enthalten. Wenn die Oberflächenvegetation entfernt wird, keimen viele dieser Samen sofort. Andere Samen werden durch Wind, Vögel, Fledermäuse und einige andere Säugetiere eingeschleppt.
Als erste erscheinen Gräser und andere kleinere, strauchartige Pflanzen. Diese mutigen Pioniere sind der erste Schritt, um gestörtes Land in Wald zu verwandeln. Nach und nach – durch ökologische Sukzession – werden sie durch grössere, langsamer wachsende Sträucher und Bäume ersetzt. Solche Pflanzen produzieren organisches Material, spenden Schatten und schaffen die Voraussetzungen dafür, dass sich andere Pflanzen und Bäume ansiedeln können.
Auf dem Coladas-Pfad, innerhalb des von der Vulkanaktivität betroffenen Gebiets, besteht ein Grossteil der Vegetation aus Wildrohr (Gynerium sagittatum), Cecropia (Cecropia sp.), Feigen (Ficus sp.), Guaven (Psidium guajava), Autographenbäumen (Clusia rosea) und anderen Pionierarten. Eine weitere charakteristische Art in diesem Gebiet ist die Wachsmyrte (Myrica ceritera).

6. Tag: Richtung Pazifik-Küste - Guanacaste
Vom feuchten Karibik- geht's weiter zum trockenen Pazifik-Klima; wir nehmen die landschaftlich sehr eindrückliche Fahrt dem Arenalsee entlang an die Pazifik-Küste unter die Räder. Bei der Fahrt entlang des Arenalsees wähnen wir uns kurzfristig plötzlich auf einer Schweizer Alp. Hierhin ist Familie Ulrich aus Hergiswil ausgewandert und hat sich hier ein regelrechtes Schweizer Refugium aufgebaut in der herrlichen Costa Ricaner Landschaft. Es riecht wie auf einer Alp nach Kuhmist und überall finden sich kleine, feine helvetische Details.
Nach dem See überqueren wir einen kleinen Pass mit Windrädern oben auf der Kuppe und vor uns öffnet sich eine ganz neue, sehr trockene Landschaft. Guanacaste! Wie wenn man einen Schalter umgedreht hätte, kommen wir nicht vom Regen in die Traufe, aber vom Regenwald in die trocken-heisse Steppenlandschaft.
Unterwegs kommen wir an unzähligen Zuckerrohrplantagen vorbei und unternehmen dann eine abenteuerliche Bootsfahrt auf dem Río Tempisque, mitten durch die dichte Vegetation. Was für ein Erlebnis! Hier erleben wir wirklich Natur pur, besser als in jedem Film. Das Beobachten der eindrücklichen Natur und verschiedener Tiere ist ein Erlebnis. Am Ufer entdecken wir viele Krokodile beim Sonnenbad, aber auch schwimmende Krokodile, die bunte Vogelwelt Costa Ricas, Kapuzineraffen, Leguane und als Highlight ein Krokodil Baby, dem es dann aber ob der vielen Schweizer Fotolinsen doch zu bunt wird.
Am Pazifik! Wir erreichen unser neues Hotel Bosque del Mar Playa Hermosa, wo wir die nächsten drei Tage verbringen werden.
Die Strände von Guanacaste sind bekannt für ihre Schönheit: „Unser“ Playa Hermosa bietet Ruhe, während der Playa del Coco mit seiner lebendigen Promenade lockt. Der Playa Flamingo verzaubert mit goldenen Sandstränden, und der Playa Conchal beeindruckt mit Muschelsand.
Fazit dieses erlebnisreichen Tages:
Costa Rica ist wahrlich mehr als nur ein Reiseziel - es ist ein Lebensgefühl. Zwischen der quirligen Hauptstadt San José und den rauchenden Vulkanen und nun dem Pazifik entfaltet sich eine Welt voller Kontraste. Hier treffen Regenwälder, Fruchtplantagen und Steppenland auf paradiesische Strände, exotische Tiere auf entspannte Lebensfreude. Faultiere, Tukane, Brüllaffen, Schildkröten, Krokodile und bunte Frösche begegnen einem auf Schritt und Tritt - die Artenvielfalt ist überwältigend - gerade auch heute auf der unvergesslichen Bootsfahrt.

7. Tag: Rincón de la Vieja
Im Hotel direkt am Meer gibt es ein liebevoll zubereitetes Frühstück, wo das Auge mitisst. Dann Fahrt via Liberia durch vielseitige Urwaldgebiete zum Rincón de la Vieja, ein unberührter Nationalpark im Nordwesten des Landes. Die Wanderung führt durch die naturbelassene Wildnis mit Geysiren, brodelnden und blubbernden Schlammbecken und aktivem Vulkan bis zu einem Wasserfall.
Vielseitigkeit ist hier Trumpf: In diesem faszinierenden Schutzgebiet unweit von Guanacastes Provinzhauptstadt Liberia grenzt tropischer Trockenwald im Süden an feuchten Regenwald im Nordosten. Nasenbären, Gürteltiere, Affen wie der Klammeraffe oder der Brüllaffe, Tapire, Ameisenbären und zahlreiche Vogelarten sind hier zu Hause. Der 14084 Hektar grosse Nationalpark umgibt den gleichnamigen aktiven Schichtvulkan. Auf mehreren Reit- und Wanderwegen in Richtung Hauptkrater - die letzte Eruption war 1991 - kommt man an hier entspringenden Flüssen, Wasserfällen oder einer Lagune vorbei. Auf 800 Meter Höhe erstreckt sich ein vulkanisch aktives Feld ohne Pflanzenbewuchs, dafür mit blubbernden Schlammtümpeln, heissen Thermalbächen und Schwefel-Fumarolen.
Schlammbecken und Schlammvulkane sowie kleine heisse Seen (sekundäre vulkanische Erscheinungen), die aufgrund ihrer hohen Temperaturen (43–96 °C, pH-Wert 2,10–3,96) und der Infektions- oder Todesgefahr, die sie darstellen, wenn jemand hineinfällt, oder aufgrund kleiner, verdeckter Vertiefungen, die einstürzen können, äusserst gefährlich sind.
Von einer lokalen Köchin haben wir für uns je eine Empanada zum Mittagessen kochen lassen. Diese geniessen wir nun schön aufgereiht, wie auf der Hühnerstange, am Catarata Estacional.
Die Natur kann dann und wann auch brutal sein. Im Wald finden sich zahlreiche wunderschöne Bäume, die aber durchaus einen etwas dramatischen Hintergrund haben: Würgefeige! Von ihrem Namen geht etwas Bedrohliches aus: Würgefeige klingt nach einem botanischen Krimi. Und tatsächlich - keimt ihr Samen auf dem Ast eines Baumes, bedeutet das dessen Todesurteil: Die Feige wächst schnell. Erreicht sie den Boden, beschleunigt sich ihr Wachstum und der Wirt wird erdrosselt. Mit ihren Lianen und den zerfurchten Stämmen bilden Würgefeigen dennoch ein malerisches Bild, ideal für schwarz-weiss Fotografie. Ansonsten zeigt sich die Fauna in den Regen- und Nebelwäldern Costa Ricas bunt und blühend mit Bromelien, Helikonien oder Orchideen. Auch die Blätter sorgen für Rekorde, etwa das Mammutblatt, das einen Durchmesser bis 1,80 Meter entwickeln kann.
Nun sind wir bereits im dritten Hotel - und eines ist uns bereits jetzt schon klar: Costa Ricá überzeugt nicht nur durch seine landschaftliche Vielfalt, sondern auch mit seiner Hotellerie und sehr gastfreundlichen Menschen. Vom stilvollen Boutique-Hotel über luxuriöse Resorts bis zu charmanten Eco-Lodges im Dschungel findet jeder sein persönliches Paradies, und hier entdeckt man ein kleines Land mit einer grossen Seele. Costa Rica ist für uns Reisende voller Abenteuer, Ruhe, Magie und unvergesslicher Momente. PURA VIDA eben…Wir freuen uns nun auf die weiteren Erlebnisse. Bienvenidos a Costa Rica!

8. Tag: Zur freien Verfügung
Heute war unser Ruhetag auf der grossen Costa Rica Rundreise. Wir haben es sehr genossen an der Playa Hermosa und haben abgemacht mit dem Stettemer 1963er Jahrgangskollegen Cello Braun mit seiner Familie, der hier als Schweizer Auswanderer mit seiner Familie ganz in der Nähe wohnt. Er konnte uns allerlei spannende Dinge erzählen, wie er als Neo Costa Ricaner Land und Leute erlebt.
Wir genossen in einem schönen Strandrestaurant einen Avocada Shrimps Salat und haben ausgiebig im 28 Grad warmen Pazifik gebadet. Dann genossen wir einen Apéro auf der Sonnenterrasse mit Brauns zusammen.
Am Abend wurden wir von unserer wunderbaren Reiseleiterin Jutta Sandner ????mit einem sehr gemütlichen Sunset Dinner überrascht. PURA VIDA!

9. Tag: Fahrt nach Monteverde
Ganz früh am Morgen fischt ein Vater mit seinen drei kleinen Jungs am Strand bei den Felsen links vom Hotel. Das Meer hinter den brechenden Wellen brodelt, aufgeregt schwimmen tausende kleine Fische um ihr Leben. Ein grosser Fisch macht Jagd auf sie. Der Vater zeigt mit den beiden Händen, wie gross der Fisch ist. Etwa ein Meter! Einer der Jungs hat tatsächlich bald den grossen Fisch an der Angel und verliert ihn aber leider beim Einholen des Köderlöffels kurz vor dem Land. Seine Brüder schimpfen mit ihm, der kleine Knirps ist traurig.
Nach einem weiteren sehr feinen Frühstück geht die Fahrt rüber nach Monteverde, eines der bekanntesten Naturschutzgebiete der Tropen.
Unterwegs überqueren wir die Hängebrücke über den Tempisque River, dort wo der Fluss im Palo Verde Nationalpark an den Golf von Nicoya am Pazifik mündet.
Am Nachmittag, nach einem grossartigen Pizza - Mittagessen auf 1300 m.ü.M. in der Pizzeria Bon Appetit, erreichen wir unser nächstes Hotel El Establo, Monteverde.
Monteverde sorgt mit den geologischen Gegebenheiten und der höheren Lage für eine beeindruckende Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten.
Im mystischen Monteverde-Nebelwald fühlt man sich wie in einer anderen Welt – moosbedeckte Bäume, geheimnisvoller Nebel, Kolibris schwirren in der Luft. Eine Gegend, die entschleunigt und einfach nur zum Staunen bringt. Für Ornithologen ein wahres Paradies.
Auf einer geführten Nachtwanderung mit Guide Eric bietet sich uns die Beobachtung von nachtaktiven Tieren und Pflanzen mit interessanten Informationen zu deren Gewohnheiten. Wenn es dunkel wird, zeigt der Regenwald ein anderes Gesicht - die nachtaktiven Bewohner des Waldes beginnen ihr Konzert: Überall quakt und zirpt es, hier und da raschelt es und Schatten huschen über den Pfad. Mehr als die Hälfte der Dschungelbewohner sind nachts unterwegs, und wer die Taschenlampe ausschaltet und vergeblich nach Schemen im stockfinsteren Dickicht sucht, bekommt schnell ein Gefühl dafür, wie fremd und menschenfeindlich diese Welt sein kann. Da es hier in Äquatornähe schon gegen 18 Uhr dunkel wird, müssen Wanderer für den nächtlichen Dschungeltrip noch nicht einmal besonders lange wach bleiben. Kundige Guides im ganzen Land weihen abenteuerlustige Regenwaldforscher in die Geheimnisse des abendlichen Waldes ein. Überall sieht man auch in Monteverde entsprechende Hinweisschilder. Grosse Insekten, schlafende Vögel, Schlangen und Frösche bekommt man dabei (fast) immer zu sehen.
Das gemeinsame Nachtessen in einem sympathischen, rustikalen Restaurant mit einheimischer Kost rundet den erlebnisreichen Tag ab.
Witzig auch: Tochter Selina sendet uns von ihrem Einsatz als Reiseagentin für @LetsGoTours an der Ferienmesse Zürich ein Bild vom Costa Rica Stand und vom Imbach - Stand.
Ein Transportmittel als Weltkulturerbe
Ob als Kinderspielzeug oder auf der Postkarte - die bunten Ochsenkarren in den Souvenirläden Costa Ricas sind nahezu omnipräsent. Über Jahrzehnte waren sie schliesslich die einfachste und verlässlichste Methode, die schweren Kaffeesäcke aus dem Hochland zur Pazifikküste zu bringen. Die Wege waren holprig und wetterbedingt mit Schlaglöchern oder Matsch versehen, sodass man rustikale Transportmittel wie den Ochsenkarren brauchte. Dass es nicht bei der normalen Holzausstattung blieb, begründet sich auf der Idee von Isidro Chaverri, der im Jahr 1903 die Räder seines Ochsenkarrens in den Nationalfarben des Landes bemalte. Es brach ein regelrechter Wettbewerb um die schönsten Bemalungen aus. Heute sind die bunten Ochsenkarren UNESCO-Weltkulturerbe. Zentrum dieser Kunst ist Sarchí. Im Park der Stadt befindet sich der grösste Ochsenkarren der Welt.

10. Tag: Baumkronen-Tour
Am Vormittag geht es hoch hinauf! Bei einer Baumkronen-Tour auf einer Höhe von bis zu 60 Metern machen wir eine Wanderung über acht Hängebrücken, die zwischen 50 und 170 Meter lang sind – eine ganz neue Perspektive, um Tiere zu beobachten und einen Ausblick auf Orchideen, Moose, Farne und hohe Bäume zu geniessen. Juan ist dabei unser versierter Guide. Wir hoffen vor allem auf den farbigen Nationalvogel Quetzal mit der Haube und dem langen Schwanzschweif. Doch heute ist es wohl zu windig - er will sich nicht zeigen.
Am Nachmittag besuchen wir den Touristen Hotspot Santa Elena und flanieren durch die Touristenshops. Nach dem gemeinsamen Mittagessen im „Tree House“ bleibt Zeit, die Umgebung nach Lust und Laune zu entdecken – sei es bei einem Rundgang auf den Pfaden der Umgebung mit Tiersichtungen, einem zweiten Besuch im pulsierenden Ort Santa Elena oder beim Entspannen am Hotelpool.
Hier im Monteverde Gebiet entspringen mehrere Flüsse, die zum Pazifik oder zur Karibikküste streben: Mitten durch diesen berühmten und entsprechend stark besuchten Nebelwald verläuft die kontinentale Wasserscheide - die Niederschlagsmengen sind hier so hoch, dass fast alle Bäume Moosbesatz und Greisenbärte (Epiphyten) tragen und riesige Farne in ihrem Schatten gedeihen. Das benachbarte, etwas kleinere Schutzgebiet Santa Elena wird von Besuchern weniger stark frequentiert. Hier gelangt man auf Hängebrücken oder am Drahtseil ganz nah an die Wipfel der Baumriesen.
Hier im Innern des Landes Costa Rica geht der Tieflandregenwald, auf einer Höhe von ungefähr 600 Meter über dem Meer, in den Bergregenwald über - in seinen grundverschiedenen Vegetationszonen beherbergt das kleine Land ungewöhnlich viele Pflanzen- und Tierarten. Zudem liegt der sympathische Tropenwinzling auf der Route zahlreicher Zugvögel: Gezählt wurden in Costa Rica mehr als 850 Vogelarten, das sind zweimal mehr gefiederte Freunde, als in ganz Mitteleuropa anzutreffen sind. Und die Einwohner Costa Ricas verleihen ihrem Land den kurzweiligen Mix aus Latino- und Karibikkultur.
Hier macht Costa Rica seinem Label der Biodiversität alle Ehre: Tropische Vielfalt auf überschaubarer Fläche und eines der artenreichsten Länder der Erde.
Weil wir sie (leider) nicht im grossen Stil gesichtet haben, hier noch etwas zu den Pfeilgiftfröschen: Die Frösche Costa Ricas leben oft im Blattwerk von Bäumen oder Bromelien, wo man sie selten sieht. Im ganzen Land sind derzeit 193 Froscharten bekannt, die sich in 14 Familien aufteilen. Es handelt sich meist um Baumsteigerfrösche, auch Pfeilgiftfrösche oder Farbfrösche genannt, die durch ihre leuchtende Farbe und kaum durch ihre Grösse (nur 12 bis 50 Millimeter) auffallen. Der bekannteste unter ihnen ist der Rotaugenlaubfrosch; er ist besonders bunt. Auffällig ist auch der Erdbeerfrosch. Der Prachtgreiffrosch greift gerne, wie der Name schon verrät, nach Pflanzenteilen, um sich festzuklammern. Ein weiterer Vertreter dieser Art erscheint in einem auffälligen Blau, an der orangen Unterseiten erkennt man aber die Zugehörigkeit. Das Farbenspiel all dieser Frösche dient der Abschreckung der Fressfeinde und ist eine Warnung an ihre Umwelt, denn einige der Baumsteigerfrösche sind giftig.
Acht Arten in Costa Rica können ein spezielles Hautgift produzieren. Indigene Völker nutzten das Gift der Frösche und tränkten damit die Pfeilspitzen ihrer Jagdwaffen. Die Giftproduktion der Tiere wurde für diesen Zweck angeregt, indem man sie über dem offenen Feuer erwärmte. In Gefangenschaft gehaltene Tiere produzieren kein Gift.

11. Tag: Manuel Antonio – Traumstrände und Tierwelt
Jetzt geht es wieder den steilen Hang hinunter, von der Kälte in die Wärme! Wir fahren südwärts nach Manuel Antonio, eine der artenreichsten Regionen mit tropisch grünem Regenwald, schönen Sandstränden und eindrücklichen Tiervielfalt. Hier schmiegt sich dichter Regenwald direkt an weisse Traumstrände. Man begegnet Kapuzineraffen, Leguanen und sogar Faultieren – hautnah! Mit nur 683 Hektar Landfläche zählt das malerisch an die Pazifikküste gebettete Naturschutzgebiet zu den kleinsten Nationalparks Costa Ricas. Gleichzeitig ist der unweit der Stadt Quepos gelegene Nationalpark Manuel Antonio eines der beliebtesten Reiseziele und steht sowohl bei ausländischen Touristen wie bei Einheimischen hoch im Kurs - daher kann es zwischen Weihnachten und Neujahr sowie zu Ostern eng werden, auch weil die Anzahl der täglich zugelassenen Besucher auf 600 bis 800 Menschen beschränkt wurde.
In der Bahia de Caldera machen wir einen kleinen Fotohalt. Nun hat uns wieder so richtig die Sommerhitze im Griff. Hier legen die grossen Kreuzfahrtschiffe an für ihre Landausflüge an der Pazifkküste Costa Ricas.
Nach dem Mittagessen, mit dem grossen Souvenirshop El Jardin kombiniert, legen wir beim Rio Tárcoles einen kurzen Halt ein, wo man von der Brücke aus Krokodile besichtigen kann und aktuell als Touristenattraktion eine moderne Fussgänger - Hängebrücke mit Glasboden gebaut wir. Schon kurz darauf gibt es zum ersten Mal Papageienalarm! Der scharlachrote Ara Papagei hockt hier auf dem Baum. Etwas später, kurz nach dem Badeort Jaco sehen wir den roten Ara en masse, auf den Bäumen und im Flug.
Am Nachmittag erreichen wir dann unser letztes Hotel Karahé, Manuel Antonio. So schön! Nach der rauen Bergwelt dürfen wir nun wieder sommerliches Beachleben geniessen.
In den letzten Tagen haben wir live den finalen Wahlkampf zur Präsidentenwahl in Costa Rica miterleben können. Überall im Land waren Plakate, Autokorsos, bunte Fahnen und Kundgebungen zu entdecken. Gestern Sonntag fanden nun die grossen Wahlen statt. Dabei gewann die konservative Hoffnungsträgerin Laura Fernández die Präsidentschaftswahl in Costa Rica klar mit 48.5%.
Eigentlich könnte man an dieser Stelle auch einmal etwas zu den Menschen in Costa Rica sagen. Die Ticos und Ticas sind Familienmenschen, sehr gastfreundlich und fussballverrückt.
Sie sind freundlich, gebildet und überaus kommunikativ: Costa Ricas Einwohner - knapp 4,9 Millionen Menschen - bezeichnen sich selbst gerne als „Ticos" und „Ticas" abgeleitet von „hermaniticos" und „hermaniticas" - zu Deutsch: Brüderchen und Schwesterchen, mit der typisch costa-ricanischen Doppel-Verkleinerung (, -ito" plus „-ico").
Menschen mit indianischen, europäischen, afrikanischen oder asiatischen Wurzeln leben in Costa Rica friedlich zusammen - und tragen zur kulturellen Vielfalt ihres kleinen Landes bei. Die offizielle Landessprache ist Spanisch. Ticos und Ticas sind ausgesprochen kinderlieb. Sie feiern gern und oft.Ausländischen Besuchern begegnen sie mit Interesse und Hilfsbereitschaft - und wenn es nicht anders geht, sprechen sie mit Touristen auch auf Englisch.
Ihre sprichwörtliche Gelassenheit vergessen die sympathischen Menschen in Costa Rica eigentlich nur bei einer einzigen Gelegenheit: beim Fussball. Ihre Nationalmannschaft geniesst Heldenstatus.

12. Tag: Mangroven-Bootsfahrt
Am Morgen ganz früh präsentiert sich der paradiesische Strand vor dem Hotel menschenleer. Magisch - die von der Morgensonne beleuchteten, brechenden Wellen und draussen im Meer die schönen Felsformationen. Dann kommen die ersten Jogger(innen) und es kommt immer mehr Leben auf den feinen Sand. Es ist Ebbe und der herrliche Sandstrand entsprechend breit.
Am Nachmittag unternehmen wir eine unvergessliche Bootsfahrt durch die Mangrovenwälder und begegnen zahlreichen Vogelarten und Affen. Auf der Hinfahrt zum Ausgangspunkt erstrecken sich die Palmenpflanzungen kilometerlang rund um Quepos. Diese Tour findet im Mangroven-Ökosystem von Isla Damas / Damas-Fluss statt, etwa 15 Minuten von Manuel Antonio entfernt – nicht direkt im Nationalpark, aber in einem genauso biodiversen Lebensraum.
Man sitzt in einem kleinen, motorisierten Boot mit Dach, gleitet ganz sanft durch ruhige, spiegelnde Wasserwege, die von dichten Mangroven gesäumt werden. Die Atmosphäre ist ruhig, fast meditativ, unterbrochen nur vom Zwitschern exotischer Vögel, dem Plätschern des Wassers und dem Rascheln in den Baumwipfeln. Take your time! Diese Tour ist entspannt und langsam, ohne Stress und ohne körperliche Anstrengung.
Die Guides sind oft zertifizierte Naturführer, die leidenschaftlich über das Ökosystem erzählen – wie Mangroven funktionieren, warum sie wichtig sind und wie Tiere hier leben. Wir hören Geschichten über die Tiere, Pflanzen und die Natur des Ortes, während wir durch enge Kanäle und weite Mangrovenarme fahren. Am Schluss (wie bestellt) ziehen die Kapuzineraffen noch ihre Show ab und einer guckt vorwitzig in unser Boot hinein.
Die Mangroven sind ein wahres Tierparadies – und obwohl man ja nie Garantie auf Sichtungen hat, zeigt sich hier an der Pazifikküste die Vielfalt der tropischen Tierwelt. Die eben erwähnten Weissgesichtigen Kapuzineraffen, die über uns in den Ästen spielen, Faultiere, die gemütlich in den Mangroven hängen, Krokodile oder Caimane, die am Wasser liegen oder durchs Wasser gleiten, Leguane, Schlangen und andere Reptilien, bunte Vögel wie Reiher, Eisvögel und Ibisse, Krabben, Schildkröten und andere kleinere Tiere am Ufer. Man beobachtet diese Tiere in ihrer natürlichen Umgebung – nicht in einem Zoo oder im Film – was das Erlebnis besonders authentisch macht.
Wir sind mitten im Lebensraum der Tiere – mit Vogelrufen, Wasser-Geräuschen und Dschungelgeruch. Unser Guide Jeremy erklärt uns Tiere, Pflanzen, Gezeiten und das sensible Gleichgewicht dieses Ökosystems. Gerade das stille Gleiten durch die Mangroven ist wie eine Postkartenlandschaft, die man so nur selten erleben darf.
Im Bus zeigt uns Jutta das indigene Schminken mit der roten Achiote Frucht. Diese benutzen die Borucas zum „Schminken“, respektive für ihre rituellen Bemalungen. Immer wieder sieht man in den Souveniershops die bunten, geschnitzten Boruca Masken. Die Boruca sind ein indigener Stamm im südpazifischen Costa Rica, der in den Talamanca-Bergen, 20 km von Panama entfernt, lebt. Der Stamm der Boruca hat schätzungsweise etwa 2.000 Mitglieder, die in einem indigenen Reservat leben, wo etwa 140 km² Land geschützt sind und sie das Recht auf Selbstverwaltung haben.
Die Boruca (auch Brunca, Brunka oder Borunca genannt) sind ein stolzes indigenes Volk Costa Ricas. Ihre auffälligen, handgeschnitzten Boruca-Masken sind so beliebt, dass Imitationen davon im ganzen mittelamerikanischen Land verkauft werden. Aber die indigene Kultur ist mehr als nur eine Maske.
Die Boruca basieren auf dem Glauben an die Weisheit der Ältesten und den Boruca-Legenden, die sie erzählen und die seit Jahrhunderten weitergegeben werden. Die Identität der Boruca spiegelt einen tiefen Respekt für die erzählten Geschichten, die sie umgebende Natur und die Gemeinschaft wider, die sie teilen.

13. Tag: Tour im Nationalpark Manuel Antonio
Zu Fuss geht es früh am Morgen (07:20 Uhr) nach dem Frühstück direkt vom Hotelgarten aus dem Strand entlang zum Nationalpark Manuel Antonio, dem kleinsten und ältesten, jedoch wahrscheinlich schönsten Park des Landes. Dort unternehmen wir eine sehr heisse und durchaus strenge Wanderung im Park, auf verschlungenen Pfaden zu traumhaften Stränden und schönen Aussichtspunkten. >Wanderzeit ~5.20 h / ↑325↓
Das Magazin Forbes zählt den Manuel Antonio Park zu den zehn schönsten Nationalpärken der Welt. Der Park ist aber auch arg überlaufen (vor allem amerikanische Gruppen) und so ist das Einlassregime recht rigide. Zum Glück ist man auf den strengen Nebenpfaden praktisch alleine, weil dort die grossen Amerikaner Gruppen konditionell nicht hinmögen. Man darf keine Esswaren mit reinnehmen, weil die frechen und dreisten Kapuzineraffen leider extrem auf alles losgehen, was nach Essbarem aussieht. Unsere Reiseleiterin gibt uns am Vorabend dementsprechend klare Anweisungen, was zu tun und was zu lassen ist. Wir sind alle sehr gespannt, was uns in diesem Naturjuwel erwartet. Und….wir werden nicht enttäuscht. Im Gegenteil!
Auch wenn der Manuel-Antonio-Nationalpark mit nur 1983 Hektar relativ klein ist, handelt es sich dennoch um ein sehr wichtiges Schutzgebiet, wenn man den maritimen Teil von 55100 Hektar hinzuzählt.
Zu den Ökosystemen, die zu diesem maritimen Teil des Parks gehören, zählen Mangroven, die felsige Küste, Sandstrände und Riffe, die jedoch nicht so zahlreich sind. Der farbenfrohe Meeresgrund ist ebenso vielfältig wie die tropischen Wälder. Diese Gewässer sind reich an Weichtieren, Krabben und Fischen und dienen einigen Walarten, wie dem Buckelwal (Megaptera novaeangliae), als Transitroute, wenn sie auf der Suche nach geeigneten Orten zur Fortpflanzung oder besseren Nahrungsquellen wandern.
Während wir weitergehen, nähern wir uns unweigerlich der Küste und das Rauschen des Meeres gegen die Felsen wird immer lauter. Nun gibt es reizvolle Walddurchblicke hin zum Meer. Die Krabben beginnen, in der Nähe der Wege zu laufen, und es tauchen Pflanzen auf, die den salzigen Bedingungen des Meeres besser standhalten, wie beispielsweise die Piñuelas.
Wie regeneriert sich ein Wald? Sobald eine Lichtung entsteht, durch die Licht und Wasser eindringen können, beginnen die Samen im Boden zu keimen und es entstehen Pionierpflanzen und -bäume wie die Cecropia oder Guarumo. Einige Tierarten werden von den Früchten und Blüten dieser Pionierbäume angezogen und helfen so bei der Verbreitung und Bestäubung ihrer Samen.
Hier gibt es auch Faultiere zu beobachten. Es ist dabei zwischen dem Dreifinger- und dem Zweifinger Faultier zu unterscheiden. Seine drei spitzen Krallen helfen dem erstgenannten Faultier, sich an den Bäumen festzuhalten und auf der Suche nach Blättern zu klettern, die den grössten Teil seiner Nahrung ausmachen. Der Guarumo (Cecropia sp.) ist eines seiner Lieblingsnahrungsmittel. Die Verdauung verläuft langsam, da sie einen grossen Magen haben. Sie können mehr als die Hälfte des Tages schlafen und bewegen sich nur sehr wenig, ausser wenn sie auf der Suche nach Nahrung sind oder zum Boden klettern, um ihre Notdurft zu verrichten, was sie alle acht Tage direkt an den Wurzeln desselben Baumes tun, als würden sie ihn auf natürliche Weise düngen. Obwohl Faultiere langsam laufen, sind sie ausgezeichnete Schwimmer.
Das Zweifingerfaultier ernährt sich von den Blättern der Bäume, die wenig Energie liefern und seinen Stoffwechsel verlangsamen, ebenso wie die Bewegungen der Faultiere. Sie sind braun gefärbt, obwohl in einigen Ausnahmefällen ein dunkles Grün in ihrem Fell zu sehen ist, das durch Algen verursacht wird. Ihr Maul ist länger als das ihrer Verwandten, und ihre Hinterbeine sind nackt. Das Zweifingerfaultier ist nachtaktiv, obwohl es manchmal auch tagsüber aktiv zu sehen ist.
Im Manuel Antonio können drei Affenarten beobachtet werden.
Den vorwitzigen und auch wenig menschenscheuen Kapuzineraffen, den wir nun gut kennen und oft beobachten konnten.
Der Brüllaffe ist eine der grössten Affenarten des Landes. Sein Schwanz dient ihm als fünfte Hand, mit der es geschickt Äste greifen kann. Es ernährt sich hauptsächlich von Blättern und Laub, was seinen Stoffwechsel sehr langsam macht. Es heult als Warnsignal oder zum Schutz seines Territoriums und ist eines der lautesten Tiere überhaupt.
Das Totenkopfäffchen (Pippi Langstrumpf) ist die kleinste Affenart in Costa Rica. In der Vergangenheit waren sie auf kleine Waldgebiete in der zentralen Pazifikregion des Landes beschränkt, weshalb es notwendig war, diese Gebiete zu schützen. Sie sind Allesfresser und jagen auch kleine Fledermäuse, um sich zu ernähren. Im Nationalpark Manuel Antonio wurden 33 Pflanzenarten identifiziert, die dem Totenkopfäffchen als Nahrung dienen. Die Unterart Saimiri oerstedi citripellus kommt nur hier vor und zählt kaum mehr als tausend Exemplare, die in diesem Park und seiner Umgebung leben.
Der äussere Teil des Parks hat eine Form wie eine Walschwanzflosse. Vor Urzeiten war dort eine isolierte Insel, deren Entwicklung durch die geduldige Ansammlung von Meeresablagerungen im Laufe der Zeit geprägt war, wodurch eine Verbindung zum Festland namens Tombolo entstand. Ein Tombolo ist eine ungewöhnliche geomorphologische Formation, die durch die allmähliche Ablagerung von Sand im Laufe der Zeit entstanden ist.
Dieser kolossale Felsen hat an seiner Basis Abmessungen von etwa 700 mal 400 Metern und ragt beeindruckend 72 Meter in die Höhe. Seine rautenförmige Silhouette spiegelt, aus der Ferne betrachtet, die himmlischen Bögen einer göttlichen Kathedrale wider. Diese aussergewöhnliche Landenge und geologisches Wunderwerk, das als Verbindungsbrücke zwischen der Weite des Meeres und dem Land dient, ist ein markantes Symbol innerhalb des Manuel-Antonio-Nationalparks.
Der Wind und das Meer tragen die Blätter weiter. Einige Bäume nutzen ihre Nähe zum Meer und zur Küste, um sich zu verbreiten. Es handelt sich um Arten, die ihre Früchte und Samen so angepasst haben, dass sie im Wasser schwimmen, Salz und Feuchtigkeit widerstehen und von den Wellen zu anderen Bereichen der Küste transportiert werden können, wo sie keimen und ein neues Individuum hervorbringen können.
Dann gibt es aber auch die Pflanzen, die hoch oben leben. Licht ist einer der wichtigsten Faktoren für das Überleben von Pflanzen, und die vielfältigen Arten der Flora im Wald kämpfen ständig darum, etwas von diesem kostbaren Licht zu bekommen, das neben Luft und Wasser einer der wichtigsten Faktoren für das Leben der Pflanzen ist. Dieser Bedarf an Licht hat dazu geführt, dass Arten spezielle Anpassungen entwickelt haben. Einige von ihnen haben sogar gelernt, an Bäumen hochzuklettern, um den höchstmöglichen Punkt zu erreichen und Zugang zu Sonnenstrahlen und manchmal auch zu einer grösseren Menge Wasser zu erhalten.
Andere Pflanzen, die als Epiphyten bekannt sind, keimen direkt in den Blättern oder Ästen von Bäumen, ohne sich am Boden verankern zu müssen.
Der Manuel-Antonio-Nationalpark beherbergt 25 verschiedene Orchideenfamilien, kleine Pflanzen mit schönen Blättern, die ein gutes Beispiel für diese Art von Pflanzen sind. Einige von ihnen kommen nur in diesem Park vor.
Hier seien noch zwei spezielle Pflanzen erwähnt:
Bitterholz
Diese Pflanze ist in der Region weit verbreitet und bekannt für ihren Geschmack, der zu den bittersten in der Natur zählt. Sie ist gut für die Verdauung und wird als Naturheilmittel empfohlen. Quassin, einer ihrer Inhaltsstoffe, wirkt auch als natürliches
Insektizid, weshalb diese Pflanze derzeit zu landwirtschaftlichen Zwecken angebaut und produziert wird.
Der Viscoyol
Der Boden, auf dem der Eisensteg verläuft, ist fast das ganze Jahr über mit Wasser bedeckt, wodurch eine endemische Pflanze der Feuchtgebiete des Manuel-Antonio-Nationalparks gedeihen kann: der Viscoyol (Bactris major).
Nach viel Hitze geniessen wir nach unserer Rückkehr am Schatten ein feines Mittagessen bei kaltem Wasser, Imperial Bier und Cola Zero. Am Nachmittag geniessen wir alle das wunderbare Hotel mit einem schönen, gepflegten Garten mit reicher Pflanzen- und Tierwelt und einem herrlich gelegenen Restaurant unter einem grossen Schilfdach, wie man es vom grossen Gemeinschaftshaus von indigenen Völkern im Amazonas her kennt.
Den Abend lassen wir beim Sunset - Apéro und beim gemeinsamen Nachtessen im Restaurant Las Terrazas etwas oberhalb des Hotels ausklingen.
Apropos Unterkünfte: Hier seien die Hotels der Reihe nach nochmals in Erinnerung gerufen. Start war im sympathischen Hotel Bougainvillea, San José, bevor wir ins Hotel Linda Vista, El Castillo, mit wunderbarer Aussicht auf den Arenal und über den Arenalsee weiterreisten. Dann erreichten wir den Pazifik und wohnten feudal im Hotel Bosque del Mar direkt an der Playa Hermosa. Das von amerikanischen Reisegruppen dominierte Hotel El Establo ermöglichte uns die Nebelwaldtouren auf Monteverde. Von der Kälte der Höhe ging es wieder an den warmen Pazifik ins herrliche Hotel Karahé, Manuel Antonio, wo wir vier Übernachtungen geniessen durften bis zu unserer Abreise zurück nach Europa.

14. Tag: Zur freien Verfügung
Erholung im Hotelgarten mit direktem Strandzugang und Badetag am herrlich warmen Pazifik.
15. Tag: San José–Zürich
Transfer zum Flughafen und Direktflug mit EDELWEISS.
16. Tag: Ankunft
Ankunft in Zürich.

Ode an unsere Costa Rica Reiseleiterin Jutta Sandner
Dank an Jutta Sandner – unsere Costa-Rica-Heldin
Mit Herz und Humor, Wissen und sicherer Hand,
führte Jutta Sandner uns versiert durchs Costa-Rica-Land.
Sie brachte uns alle unter ein Dach,
man spürte sofort: Die Frau ist vom Fach!
Sie kannte die Wege, die Tiere, das Ziel,
erklärte uns alles mit Ruhe und Stil.
Ob Dschungel, ob Hitze, langer Weg, der sich dehnt–
sie wusste stets, was die Gruppe grad braucht und ersehnt.
Zwölf Teilnehmende, Wünsche in bunter Zahl,
doch Jutta behielt stets den Überblick – genial.
Sie sorgte, sie schaute, sie dachte voraus,
und nie ging ihr dabei das Lächeln aus.
Vogeljägerin ist sie aus Passion schon immer.
Ornithologie? Wir Banausen hatten davon keinen Schimmer.
Schnell das Teleobjektiv gepackt und weg ist sie,
Und wir fragten uns „Wo isch sie denn jetzt scho wieder hii?“
Schon bald surrt es auf der WhatsApp Gruppe
Perfekte Tierbilder landen auf unseren mobilen Geräten.
Das nenn ich mal einen Service - Rundumpaket!
Topbilder wie aus dem Lehrbuch - ganz konkret.
Ihre ❤️Liebe zum Land war spürbar und immer klar,
steckte uns an – vom ersten Tag an sogar.
So wurde aus einer Reise zuerst nur auf dem Papier,
ein bleibendes Erlebnis, überhaupt nicht stier!
Drum sagen wir Danke, von Herzen und sehr:
Fürs Führen, fürs Kümmern, fürs Wissen und mehr.
In der Gruppe hatten wir es lustig, ohne Verdruss
Mit Jutta zu reisen – das war stets ein Genuss.
Du kennst das Land, die Menschen, jede Pflanze, jedes Tier,
Du begegnest mit Achtung und Respekt den Menschen hier.
Durch Costa Ricas grünes Herz führtest du uns mit wachem Blick,
mit Wissen, Wärme und viel Herz – und immer dem richtigen Kick!
Dein Feuer für dieses wunderbare Land
steckte uns Tag für Tag neu an,
Du hieltest die Gruppe zusammen,
mit Fürsorge, Ruhe und einem klaren Plan.
Reto, nie verlegen um einen träffen Spruch,
Döle Rolf mag am Strand ein spannendes Buch.
Doris, die mütterliche gute Seele, engagiert,
Cilli, jeden Tag aufs Neue hoch motiviert,
Silvia, vulkanisch 100% versiert.
Lili, stets hinter Jutta immer nur einen Schritt,
Hans Peter, unser Teamsenior, bestechend fit!
Liliane, den Feldstecher stets parat,
Peter weiss auf alles einen weisen Rat!
Annemarie, die gerne sonnend am Pool liit,
Vivienne,unsere Spezialistin für „Heit er Ziit?“
Christian unser Tagebuchschreiber,
und eben Jutta - ihr Job? Herdentreiber(in).
Jutta machte aus einer vorher unbekannten Reise,
etwas ganz Besonderes – auf wundersame Weise.
Durch Regenwald, Serpentinen geht es auf spannenden Wegen,
Unvergesslich auch der gemeinsam erlebte Tropenregen!
Du wusstest, wo Faultiere chillen,
warum Frösche bunter sind als wir,
Tausend Fragen und Erklärungen wie z.B.
Warum es den roten Papagei gibt nur hier.
Zwölf Schweizer Menschen, viele Bedürfnisse,
Durst, Mücken, Sonne, Müdigkeit –
Dies alles hatte Jutta immer im Griff,
Gab jedem Moment professionell den optimalen Schliff.
Deine Liebe zu Land und Leuten
war ansteckend vom ersten Tag,
und selbst der längste Reisetag fühlte sich mit dir leichter an.
Danke für dein Kümmern, dein Lachen, dein Wissen und deinen Plan.
Danke, liebe Jutta, für Zeit und Kraft, fürs Umsorgen, Erklären, Dasein.
Du hast Erinnerungen geschaffen, die noch lange in uns nachschwingen - leise und fein!
Du hast aus einer simplen Rundreise wahrlich ein echtes Costa-Rica-Erlebnis gemacht,
das immer in unseren Herzen weiterlacht!
Und wenn es auch bald heisst im Edelweiss-Flieger
„Jetzt simmer dänn glii da!“
Bleiben ……werden in jedem Fall – Jutta und PURA VIDA!
Deine 12 Helvéticos
