Aktuelles / Notizen

17.08.2026

Berner Oberland


Impressionen 2026 Sommerferien

Im Sommer 2026 durften wir knapp drei Wochen herrliche Sommertage in unserem Chalet in Wilderswil im Berner Oberland verbringen mit Wanderungen, Mountain Bike Touren und Baden in den grandiosen Thuner- und Brienzersee. Hier ein paar Impressionen.

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Badi Burgseeli Ringgenberg 
Die Rhybadi ist schön, das Büsinger Lido ist schön, aber ganz wunderbar ist auch die Badi Burgseeli im Berner Oberland. Zum Glück kennen die vielen Touristen diese „Einheimischen-Badi“ noch nicht so gut. Heute haben wir mit den drei Enkelkindern einen herrlichen Fünfstunden-Baditag am Burgseeli verbracht (25 Grad Wassertemperatur).  

Das Burgseeli ist sehr ungewöhnlich. Es besitzt eine ausgeprägte chemische Schichtung. Unterhalb von 11 Metern ist das Seewasser sauerstofflos und hat hohe Phosphor- und Stickstoffkonzentrationen. Hier leben nur hochspezialisierte Bakterien.Früher hiess das Seeli ,Faulenseeli', weil es ab und zu nach faulen Eiern riecht. Dafür sind in der Tiefe gebildete Schwefelwasserstoffe verantwortlich. 

In einem Brief an die Gemeinde Ringgenberg forderte der Uferschutzverband Thuner- und Brienzersee. UTB im Jahr 1937, dass das „Faulenseeli" unter Schutz gestellt wird. 20 Jahre später wurde der See vom Kanton Bern zum Naturschutzgebiet erklärt. In den kommenden Jahren erwarben die Gemeinde und der UTB Grundstücke um den See und erliessen darauf ein Bauverbot. 

Und so ist das Naturschutzgebiet Burgseeli ein landschaftlich reizvoller Kleinsee mit Flachwasserzone und felsigen Steilufern. Neben dem Badebereich ist der Pflanzenbewuchs am Ufer mit Schilfröhricht und See-rosenteppich in natürlichem Zustand.

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Wird der Lachs in den Brienzersee zurückkehren?
Das Kloster Interlaken besass alle Fischrechte an der Aare. Mit Schwellen stauten sie das Wasser, um den Fischfang zu optimieren. Schleusen verhinderten über Jahrhunderte die freie Zirkulation der Fische zwischen dem Thuner- und Brienzersee. Dank einem Fischpass finden sie wieder ins östliche Oberland zurück. Der Fischreichtum des Brienzersees war für die Bevölkerung lebenswichtig. Für die Klosterherren von Interlaken bedeuteten die Fischrechte Macht und Reichtum.

Kein Wunder, dass sie sich emsig und mit aller Kraft dem Fischfang widmeten. Sie bauten künstliche Schwellen und Dämme und stauten das Wasser der Aare, um mit Netzen und Reusen zu immer fetteren Erträgen zu kommen. Die Stadtherren und die Landleute hatten dabei das Nachsehen, was zu ständigen Zwistigkeiten zwischen Unterseen und dem Kloster führte. Bevor 1433 künstliche Schwellen und Schleusen den natürlichen Aarelauf trennten, fanden die Lachse ungehindert den Weg bis in die entlegenen Laichgebiete im östlichen Berner Oberland. Zur Freude der Stadtberner schwammen die Jungfische den Weg zurück und über den Thunersee hinaus.

In den Jahren 1854 und 1855 wurden die beiden Schleusenanlagen gebaut. Durch die Schrägstellung des Wehrs erreichte man, dass der Hochwasserstau bedeutend geringer wurde. 1993 ist die Anlage umfassend renoviert worden. Nun können die Schleusentore mittels Fernsteuerung von der Zentrale in Bern aus bedient und die Durchflussmenge laufend angepasst werden. Mit der Renovation der Schleuse wurde eine Fischtreppe eingerichtet. Sie ermöglicht die ungehinderte Zirkulation der Tiere vom Thuner- in den Brienzersee. Im August 2005 zerstörte ein Hochwasser die Anlage. Zwei Jahre später war der Fischpass für Äsche, See- und Bachforellen, Felchen und Barben wieder passier-bar. Jetzt fehlt nur noch der Lachs.

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Saxetbach 1999
Bei einem tragischen Unfall durch eine Flutwelle starben am 27. Juli 1999 im Saxetbach bei Wilderswil BE 21 junge Menschen aus Australien, Neuseeland, England, Südafrika und der Schweiz. Drei Jahre später entstand abseits vom Trubel an einer ruhigen Stelle in der «Chammri» am Saxetbach der Memorialpark mit Blick zum Lütschinendelta und zum Brienzersee, wo die vermisste Alisa Brooker-Redmond vermutet wird. Diese Gedenkstätte ist dem Andenken an die im Saxetbach verunglückten 21 jungen Opfer aus Australien Neuseeland, Südafrika, der Schweiz und Grossbritannien gewidmet. Die Stätte wurde am 27. Juli 2001 von Alt Bundesrat Adolf Ogi, Förderer der Healing Hearts Foundation, eingeweiht. 

Ein Schindeldach schützt die unzähligen berührenden Botschaften, die in Erinnerung an die Opfer des Canyoning-Unglücks an der Holzwand angebracht sind, welche Platz bietet für immer wieder neue Gedanken und Nachrichten. In einem grossen Stein sind die Namen der 21 Opfer eingraviert, die an jenem Sommerabend ihr noch so junges Leben im Saxetbach verloren haben. Unweit daneben stehen in gleicher Anzahl starke Pfosten in unterschiedlichenGrössen mit je einem Stein aus dem Saxetbach, weich eingebettet in der «Chammriwiese» - in Erinnerung und Verbundenheit.

Ein Bumerang "Symbol der Wiederkehr" umrahmt in seiner Einfachheit die Gedenkstätte, den "Memorialpark Saxetbach" und bietet die Möglichkeit, in Ruhe inne zu halten und zu rasten.Mit dem Memorialpark Saxetbach-Fonds soll an diesem stillen Ort der Begegnung in Respekt zwischen Mensch und Natur erhalten und gepflegt werden.

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